Illegale Mülldeponien – Zagrebs Abfallproblem wächst weiter

24.10.2026

Die illegale Müllentsorgung entwickelt sich in Zagreb zu einem immer größeren Problem. Nach Angaben der Stadtverwaltung wurden 2025 insgesamt 29 illegale Deponien registriert. Umweltorganisationen sprechen hingegen von Hunderten kleineren und rund 35 größeren Ablagerungsstätten in Zagreb und Umgebung. Besonders besorgniserregend sei die Zunahme organisierter illegaler Entsorgungen, bei denen gegen Bezahlung nahezu jede Art von Abfall angenommen würde. Als größter Problemfall gilt Ježdovec im Westen Zagrebs, wo sich laut Umweltschützer*innen rund 750.000 Tonnen Abfall befinden sollen – darunter gefährliche Stoffe wie Asbest, Chemikalien und Altöl. Ein weiteres Risiko stellen rund 33.000 Tonnen gefährlicher Industrieabfälle im Stadtteil Savica dar, nahe dem Wasserschutzgebiet Petruševec, das etwa 150.000 Menschen versorgt. Die Stadt verweist auf laufende Kontrollen, Drohnenüberwachung und Verwaltungsverfahren gegen Grundstückseigentümer*innen und illegale Entsorger*innen. Allein 2025 wurden durch die Zagreber Stadtwerke rund 6.200 Tonnen illegal entsorgter Abfälle für 4,5 Millionen Euro beseitigt. Laut Umweltorganisationen werden zahlreiche Standorte kurz darauf allerdings erneut vermüllt. Sie fordern strengere Kontrollen, insbesondere bei Bauabfällen, sowie eine bess​ere Zusammenarbeit zwischen städtischen und staatlichen Stellen.

Quelle: Index.hr, Zagreb