In Krakau wird derzeit eine Fuß- und Radwegbrücke über die Weichsel gebaut, die die beiden Stadtteile Kazimierz und Ludwinów miteinander verbinden soll. Auf beiden Seiten des Flusses sind bereits Metallkonstruktionen errichtet worden, die in den kommenden Tagen miteinander verbunden werden sollen. Während der heurigen Sommerferien im Juli und August sollen die Konstruktionen zu einer einzigen Überquerung zusammengefügt werden. Nach den Sommerferien ist der Bau des letzten Teils der Brücke geplant. Dabei handelt es sich um einen geschwungenen Bogen, der in der Mitte des Übergangs errichtet wird. Die Investition war von Anfang an umstritten und hat ihre Gegner*innen, die den Lärm, die Abholzung von Grünflächen und das Fehlen einer ordnungsgemäßen Dokumentation bemängeln. Zudem gibt es die Sorge, dass Krakau der Titel einer UNESCO-Welterbestadt aberkannt werden könnte, da ein Teil der Bauarbeiten an der Grenze zum historischen Stadtteil stattfindet. Die Kazimierz–Ludwinów-Brücke für den Fußverkehr wird voraussichtlich Mitte 2026 fertiggestellt sein.
Vom 3. Februar bis zum 30. April 2025 findet in Polen die militärische Musterung statt, an der insgesamt rund 230.000 Menschen teilnehmen werden. Diese Musterung gilt nicht nur für Männer. Auch Frauen, die zwischen 1998 und 2006 geboren wurden, ihr Studium in diesem Jahr abschließen oder Berufe erlernen, die im Krisenfall nützlich sein könnten, müssen damit rechnen, zur Musterung aufgerufen zu werden. Dies bedeutet allerdings nicht, dass sie tatsächlich zum Wehrdienst einberufen werden. Wie in den letzten 16 Jahren geht es auch diesmal um Erhebungen, die Festlegung von Kategorien und die Aktualisierung der staatlichen Datenbank. Frauen machen nur einen geringen Prozentsatz derjenigen aus, die vor der Kommission erscheinen müssen. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Studentinnen medizinischer oder labortechnischer Studiengänge im letzten Studienjahr. Derzeit dienen mehr als 34.000 Frauen in den polnischen Streitkräften. Nahezu 21.000 von ihnen sind Berufssoldat*innen. Die meisten Frauen dienen in den unteren Dienstgraden (etwa 23.500). Im Unteroffizierskorps dienen wiederum über 6.800 und im Offizierskorps über 3.800 Frauen.
Das Museum der Stadt Krakau wird ein spezielles Online-Portal mit 7.000 Fotos der Stadt und ihrer Umgebung einrichten. Für dieses Vorhaben hat die Einrichtung gerade EU-Mittel erhalten, die für den Kauf von Ausrüstung, Software und die Entwicklung des Portals verwendet werden. Die Fotos dokumentieren die Veränderungen in Krakau und seiner Umgebung und stammen aus dem Zeitraum von etwa 1976 bis 2006. Sie wurden vom Studio für Architekturdokumentation des Museums der Stadt Krakau aufgenommen und zeigen den Wandel in Architektur und Stadtplanung, einschließlich Gebäude, die heute nicht mehr existieren. Die Sammlung darf selbst für kommerzielle Zwecke frei verwendet werden – also etwa kopiert, verändert, verbreitet und genutzt werden. Lediglich die Urheberschaft angegeben werden muss.
Eine der Maßnahmen, die Krakau zur Integration von Ausländer*innen ergreift, ist die Stärkung der Sprachkenntnisse. Daher schreibt die Stadt einen offenen Wettbewerb für Angebote zur Durchführung kostenloser Polnisch-Kurse für Ausländer*innen aus, die über 18 Jahre alt sind. Die Sprachkurse sollen vom 1. Mai bis zum 31. Dezember 2025 in Krakau stattfinden. Die dafür vorgesehenen öffentlichen Mittel belaufen sich auf 71.000 Euro. Das Ziel des Projekts ist es, Prozesse der sozialen Integration zu unterstützen und Räume zu schaffen, die den sozialen Zusammenhalt fördern.
Die technischen und berufsbildenden Schulen in Krakau informieren die Grundschüler*innen der Stadt auf sehr vielfältige und interessante Weise über ihre Ausbildungsprogramme. Während der 11. Krakauer Woche der Berufe, die am 17. März 2025 begann, können sich junge Menschen auf Präsentationen von Berufen, offene Unterrichtsstunden, Besuche in Laboren und Werkstätten, Treffen mit Lehrer*innen und Berufsberater*innen freuen. Die Krakauer Woche der Berufe ist die größte städtische Veranstaltung zur Förderung der beruflichen Bildung, bei der die technischen und berufsbildenden Schulen Schüler*innen der letzten Grundschuljahre einladen. Kandidat*innen, die bald am Einstellungsverfahren teilnehmen werden, und ihre Eltern können sich mit dem Angebot an Schulen vertraut machen, die in einer Vielzahl von Berufen ausbilden. Jedes Jahr verbessern die Krakauer Schulen ihre Programme, Lehrmethoden und Ausstattung, um auf die dynamischen Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt zu reagieren, die unter anderem mit der Entwicklung neuer Technologien zusammenhängen.
Am 15. März 2025 verstarb Barbara Skrzypek, die über 30 Jahre lang für politische Organisationen gearbeitet hatte, die mit dem Parteivorsitzenden der ehemaligen Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS), Jarosław Kaczyński, in Verbindung standen. Skrzypek hatte jahrelang das Büro und das Archiv der PiS-Partei geleitet und war Bevollmächtigte des Lech-Kaczyński-Instituts, des Hauptaktionärs der Gesellschaft Srebrna, gewesen. Im Zusammenhang mit den Aktivitäten von Srebrna wurde Skrzypek am 12. März 2025, in der Zentrale der Staatsanwaltschaft in Warschau zum Fall der sogenannten "zwei Türme" verhört. Bei diesem Projekt handelt es ich um zwei Wolkenkratzer, die von Unternehmen, die der PiS nahestanden, auf einem Grundstück, dass sich im Besitz von Kaczyński befand, im Zentrum von Warschau errichtet werden sollten. Das Ziel der Errichtung war, sich durch den Bau der Bürotürme, eine dauerhafte Einnahmequelle zu schaffen, die unabhängig von staatlichen Subventionen war. Skrzypek wurde bei ihrer Einvernahme von Staatsanwältin Ewa Wrzosek verhört, die während der PiS-Regierung schikaniert worden war. Nun wirft die PiS der Staatsanwaltschaft und der aktuell amtierenden Regierung vor, Schuld am Tod von Barbara Skrzypek zu haben, da diese an Kreislaufversagen in Folge eines ausgedehnten Herzinfarkts verstorben war, der durch den Stress, dem sie im Zuge der Befragung ausgesetzt gewesen war, verursacht worden sei.
Am 7. April 2025 findet in Krakau das Fest Forum
statt, eine Veranstaltung, die eine Reihe landesweiter Treffen der
Festivalbranche einleitet. Organisiert wird sie vom Krakauer Festivalbüro in
Zusammenarbeit mit Partner*innen aus ganz Polen. Das erste Treffen soll
den Dialog eröffnen und Perspektiven für notwendige Maßnahmen aufzeigen. Das
Fest Forum wurde ins Leben gerufen, um Festivalveranstalter*innen einen Raum zu
bieten, in dem sie Erfahrungen austauschen, Herausforderungen reflektieren und
gemeinsam Strategien für eine nachhaltige Weiterentwicklung von Festivals
entwickeln können. Die Organisator*innen sind überzeugt, dass polnische
Festivals dank der auf dem Forum erarbeiteten Empfehlungen zu einem stärkeren,
gesellschaftlich relevanteren und bewussteren Bestandteil der Kulturlandschaft
werden. Das Treffen im April 2025 und die folgenden Ausgaben werden
sich auf zentrale Zukunftsfragen der Festivals in Polen
konzentrieren, darunter Gemeinschaftsbildung, Nachhaltigkeit, Trends,
rechtliche Rahmenbedingungen, Finanzierung und Kulturpolitik.
Dieses Jahr wurde eine Rekordzahl an Anträgen für das Krakauer Bürger*innenbeteiligungsbudget eingereicht: 1.152 im Vergleich zu 1.100 im Vorjahr. Derzeit werden die eingereichten Ideen hinsichtlich Form und Inhalt geprüft. Die Ergebnisse dieser Überprüfung sollen bis zum 9. Juni 2025 vorliegen. Vom 19. September bis 3. Oktober können die Einwohner*innen über die Anträge abstimmen. Wie in den Vorjahren entfiel der größte Anteil der Vorschläge auf Umwelt- und Grünflächenprojekte (27 Prozent). An zweiter Stelle steht die Infrastruktur im weiteren Sinne (über 18 Prozent), gefolgt von Sport- und Sportinfrastruktur-Projekten (über 15 Prozent). Insgesamt wurden 897 bezirksbezogene und 255 stadtweite Anträge eingereicht.
Jede*r achte Beschäftigte in Krakau sei eine
Einwanderer*in, wie aus dem Bericht "Wirtschafts- und Zwangsmigranten in
Krakau im Jahr 2024" hervorgeht, der vom Observatorium für
Multikultur und Migration in Zusammenarbeit mit dem Multikulturellen Zentrum in
Krakau erstellt wurde. Der Bericht wurde am 7. März 2025 im Krakauer Cluster
der sozioökonomischen Innovationen vorgestellt. Flüchtlinge aus der Ukraine
stellen die größte Gruppe von Ausländer*innen in Krakau dar, während auch
andere Gruppen wachsen. Besonders steigt die Zahl der Menschen aus
Weißrussland, Georgien und Südasien, insbesondere aus Indien. Laut dem
Woiwodschaftsamt in Kleinpolen leben in Krakau etwa 70.000 registrierte
Migrant*innen. Unter den zehn größten Ausländer*innengruppen in Krakau der
letzten Jahre finden sich Menschen aus Indonesien, den Philippinen und aus Usbekistan.
Die Zahl der Migrant*innen, die Arbeitslosenunterstützung beziehen, liegt bei
nur 50 bis 70 pro Monat, was etwa 7,2 Prozent der Arbeitslosen in der Stadt
ausmacht.
Die erste Phase der für die nächsten zwei Jahre
geplanten Straßenbauarbeiten in Krakau steht kurz bevor. Die Arbeiten beginnen
in der Franciszkańska-Straße im Stadtzentrum und verlagern sich später in die
Straszewskiego-Straße, die zur Einbahnstraße wird. Bevor die
Grunwaldzki-Brücke, eine der bedeutendsten Weichsel-Brücken für Autos und
Straßenbahnen, für zehn Monate gesperrt wird, sind Bauarbeiten rund um den
Krakauer Hauptmarkt geplant. Die erste Bauetappe startet am 15. März 2025 und
soll bis Mitte Juni dauern. Dort werden die Straßenbahnschienen erneuert. Die
Maßnahmen führen zu zahlreichen Änderungen im öffentlichen Verkehrsnetz, die
elf Straßenbahn- und zwei Buslinien betreffen. Die Stadtbewohner*innen
müssen sich in den kommenden zwei Jahren auf erhebliche Verkehrsumleitungen und
Störungen im Stadtzentrum einstellen.
Von 10. bis 13. März 2025 finden in Krakau
Veranstaltungen zum Tag der juristischen Aufklärung statt, der auf den 15. März
fällt. Im Rahmen der Initiative organisieren Krakauer Gerichte eine Reihe von
Bildungsveranstaltungen für die Einwohner*innen der Stadt. Ziel ist es, das
Verständnis für die Funktionsweise der Gerichte und die Bedeutung des Rechts im
Alltag zu stärken. Das Programm richtet sich sowohl an Senior*innen als
auch an jüngere Einwohner*innen. Richter*innen werden Grund- und
weiterführende Schulen besuchen, um Kindern und Jugendlichen Unterricht zu
geben. Zudem werden sie sich mit älteren Menschen in Pflegeheimen, an
Universitäten des dritten Lebensalters und in Senior*innenzentren
treffen. Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Projekts ist die
Möglichkeit, Fragen zu stellen und direkt mit Vertreter*innen der Justiz ins
Gespräch zu kommen.
2025 wird der März bereits zum vierten Mal zum Krakauer Frauenmonat, der die weibliche Stärke, Solidarität und das Miteinander feiern soll. Die diesjährige Ausgabe bietet ein vielseitiges Programm mit Veranstaltungen zu Frauenrechten, Gleichberechtigung und Führungskompetenzen sowie Treffen zu Gesundheit und Wohlbefinden. Zudem stehen sportliche Aktivitäten, Yoga, Meditation und Selbstverteidigungskurse auf dem Programm. Ein besonderes Highlight ist die Gala zur Verleihung des Kazimiera-Bujwidowa-Preises, der Frauen ehrt, die mit ihrer Arbeit Krakau verändern.
Die Sanierung der Grunwaldzki-Brücke zählt zu den wichtigsten Investitionen in Krakau der vergangenen Jahre. Am 10. Mai 2025 wird eine der bedeutendsten Weichsel-Brücken für Autos und Straßenbahnen gesperrt. Viele Krakauer*innen befürchten dadurch Staus und eine Lähmung der Stadt. Die Stadtverwaltung hat sich gegen den Bau einer Behelfsbrücke entschieden, weil die Kosten zu hoch wären und die Sicherheit nicht vollständig gewährleistet werden könnte. Die Grunwaldzki-Brücke befinde sich in einem schlechten Zustand und müsse langfristig abgerissen werden. Laut einem Gutachten der Technischen Universität Krakau kann die Brücke jedoch noch bis 2038 sicher genutzt werden. Die geplante Sanierung soll ihre Lebensdauer erheblich verlängern.
Die Stadt Krakau und die Erzdiözese Krakau
unterzeichnen eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit bei der Öffnung von
Grünflächen der Erzdiözese. Bald sollen Einwohner*innen und Tourist*innen
Zugang zu bisher geschlossenen Gärten von Kirchen und Klöstern erhalten. Laut
der Ankündigung sollen die ersten Gärten bereits im Sommer 2025 für die
Öffentlichkeit zugänglich sein. Den Anfang macht der Garten des Höheren
Seminars der Erzdiözese Krakau, der in einer malerischen Umgebung nahe des
Wawels liegt. Danach wollen die Stadt und die Erzdiözese insgesamt bis zu
120 Hektar bisher öffentlich unzugänglicher Grünflächen öffnen.
Nach mehrwöchigen Diskussionen hat der Krakauer Gemeinderat in seiner letzten Sitzung am 26. Februar 2025 einstimmig ein Gesetz gegen Lärm verabschiedet. Von 22 Uhr bis 6 Uhr morgens sind in Krakau alle lärmverursachenden Geräte verboten. Während der Sitzung betonten die Gemeinderät*innen jedoch auf eine Reihe von Ausnahmen. So sind unter anderem Krankenhäuser sowie Massenveranstaltungen, die entsprechende Anforderungen erfüllen, von den neuen Vorschriften ausgenommen. Das Gesetz soll den Ordnungsbehörden die notwendigen Instrumente in die Hand geben, um vor allem den Lärm im Zentrum der Stadt wirksam zu bekämpfen. Derzeit sieht das Anti-Lärm-Gesetz eine Übergangsfrist von zwei Monaten vor, damit sich die Betroffenen an die neuen Vorschriften anpassen können.
Das rücksichtlose Verhalten mancher Autofahrer*innen
führt zu Behinderungen und Verspätungen der Straßenbahnen in Krakau – ein
großes Problem für die Fahrgäst*innen. Mit einer Aktion namens "Nur 1
Meter" wollen die städtischen Verkehrsbetriebe und die Stadtpolizei in
Krakau dem Falschparken entgegenwirken und Fahrer*innen sensibilisieren. Der Slogan soll daran erinnern, dass mindestens
ein Meter Abstand zu den Gleisen nötig ist, damit Straßenbahnen ungehindert
fahren können. Dabei patrouillieren die Behörden gemeinsam und verteilen
spezielle Flugblätter an Autofahrer*innen. Wer zu nah an den Gleisen
parkt und die Durchfahrt der Straßenbahnen behindert, wird verwarnt oder mit
einem Bußgeld belegt.
Die Stadt Krakau hat sich gemeinsam mit Krakauer Grundschulen dem Bildungsprogramm "Schüler*innen ändern Diabetes" angeschlossen, das Teil der weltweiten Initiative "Cities for better health" ist. Das Hauptziel dieses Projekts ist es, die Epidemie von Diabetes, Übergewicht und Fettleibigkeit zu stoppen, indem gesunde Gewohnheiten bei den Jüngsten gefördert werden. Sechs Schulen in Krakau wurden für das Programm ausgewählt, so dass fast 3.500 Schulkinder die Gelegenheit haben werden, mehr über Diabetes zu erfahren. Das neue Bildungsprogramm basiert auf 90-minütigen Unterrichtsstunden, die sich an Kinder und Jugendliche der Grundschulklassen r ichten und von zertifizierten Diabetesberater*innen durchgeführt werden. Die Inhalte sind an das Alter der Schüler*innen und den Lehrplan angepasst. Sie werden durch pädagogische Broschüren und Animationen bereichert. Eine interaktive Ausstellung über jene Organe, die am häufigsten von Diabeteskomplikationen betroffen sind, ist ebenfalls Teil des Projekts.
Genau vor 150 Jahren wurde der öffentliche Nahverkehr in Krakau in Betrieb genommen. An der Feier zum Jubiläumsjahr nahmen nun Krakaus Bürgermeister Aleksander Miszalski (PO – Bürgerplattform), Gemeinderatsvorsitzender Jakub Kosek (PO) sowie Vertreter*innen der Stadtverwaltung, Feuerwehr, Polizei, Stadtwache und verschiedener Kultureinrichtungen teil. Auch Fachleute aus dem Gesundheits- und Rettungswesen waren dabei. In seiner Rede betonte der Bürgermeister eine wichtige Investition, die 2025 anstehe: die Anschaffung von bis zu 90 neuen Straßenbahnen für die Städtischen Verkehrsbetriebe (MPK). Damit sollen die letzten Hochflurstraßenbahnen endgültig aus dem Krakauer Stadtbild verschwinden. Auch der Busverkehr werde modernisiert, bis Mitte des Jahres sollen 45 neue Busse geliefert werden. Danach werden alle Fahrzeuge mit Euro-5-Motoren ausgemustert. Zum Jubiläum veröffentlichen die MPK ein Fotoalbum mit Bildern aus dem Nahverkehr, die von Krakauer*innen eingesendet worden sind.
Das Internationale Literaturfestival von Odessa wird aufgrund des anhaltenden Krieges erneut außerhalb der Ukraine ausgerichtet. Die diesjährige zehnte Ausgabe findet vom 22. bis 28. Februar 2025 in Krakau statt. An der Veranstaltung nehmen 22 Schriftsteller*innen aus 13 Ländern teil. Alle Treffen sind öffentlich und kostenlos. Zu den geladenen Gästen gehören die ukrainischen Schriftsteller*innen Andrej Kurkow, Juri Andruchowytsch und Sofija Andruchowytsch sowie Autor*innen aus anderen Ländern, etwa Judith Hermann (Deutschland), J.S. Margot (Belgien) und Robert Menasse (Österreich). Polen wird unter anderem durch Andrzej Stasiuk vertreten. Das Prog ramm umfasst zahlreiche Lesungen, Podiumsdiskussionen und Konzerte. Ein zentrales Thema wird die ukrainische Literatur sowie die Beziehungen zwischen Ost- und Westeuropa. Im Rahmen der Initiative "Weltweite Lesung der ukrainischen Literatur" haben die Teilnehmer*innen die Möglichkeit, sich intensiv mit dem Werk ukrainischer Dichter*innen vertraut zu machen.
Die Stadt Krakau geht entschlossen gegen problematische Baupraktiken vor. Ein neues Dokument mit dem Titel "Standards für verantwortungsvolles Bauen" soll verhindern, dass unkontrollierte Bauprojekte die räumliche Ordnung stören, Grünflächen zerstören und die Lebensqualität der Bewohner*innen beeinträchtigen. Die Leitlinien wurden von verschiedenen Magistratsabteilungen gemeinsam erarbeitet. Sie dienen als Orientierung für Baugenehmigungen und als Grundlage für mögliche Gesetzesänderungen. Ein zentraler Punkt ist die Verpflichtung, dass jede neue Bauinvestition eine eigene Grünfläche beinhalten muss. Die Stadtverwaltung kündigt an, bestimmte Bauprojekte konsequent zu blockieren. Der Krakauer Bürgermeister, Aleksander Miszalski (PO – Bürgerplattform), betont, dass das Dokument ein wichtiges Instrument für den Dialog mit Bauunternehmen und staatlichen Behörden sein wird. Zudem sollen die neuen Regeln den Entscheidungsprozess bei der Erteilung von Baugenehmigungen vereinfachen.
Krakau hat in der unabhängigen Rangliste "Europäische Städte und Regionen der Zukunft 2025" den dritten Platz erreicht. Der Bericht wurde von Expert*innen des zur Financial Times-Gruppe gehörenden Branchenmagazins "fDi Intelligence" erstellt, das europäische Standorte anhand ihrer wirtschaftlichen, finanziellen und geschäftlichen Stärken vergleicht. In der Rangliste der europäischen Großstädte wurde Krakau gleich in fünf Kategorien ausgezeichnet und gewürdigt, wobei es in zwei Kategorien (Geschäftsfreundlichkeit, Humankapital und Lebensstil) den Sieg davontrug. In der Gesamtbewertung der Großstädte wurde Krakau als beste polnische Stadt bewertet. Vor Krakau lagen zwei deutsche Städte: Frankfurt und Hamburg.
In Krakau wird eine schotterfreie Gleisplatte getestet. Dabei handelt es sich um eine technische Lösung zur Verringerung des Lärms, der durch vorbeifahrende Züge verursacht wird. Der erste 200 Meter lange Abschnitt des Belags wurde an der kürzlich eröffneten Haltestelle Kraków Przylasek gebaut. Die in Österreich entwickelte Technologie wird auch in Deutschland, dem Vereinigten Königreich, in Tschechien, Katar und Australien erfolgreich eingesetzt. Die Tests an der Haltestelle Kraków Przylasek werden noch bis Ende September 2025 andauern. Sollten die Testergebnisse positiv ausfallen, kann die schotterfreie Gleisplatte bei besonderen technischen Anforderungen, wie zum Beispiel in Tunneln, zur Anwendung kommen.
Die ersten zehn Wohnblöcke in Krakau, die noch über keine Aufzüge verfügen, wurden für ein städtisches Nachrüstungsprogramm ausgewählt. Langfristig sollen Liftanlagen in allen Krakauer Wohngebäuden mit mindestens vier Stockwerken unter dem Motto "Befreit die Gefangenen des vierten Stockwerks" eingebaut werden. Die Stadt hat eine Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Krakau aufgenommen, um ein Konzept für den Einbau der Aufzüge zu entwickeln. Der Krakauer Magistrat will mit dem städtischen Programm eine Beispielwirkung für die privaten Gebäudeverwalter*innen auswirken.
Am 12. Februar hätten die Krakauer Gemeinderät*innen über einen Gesetzentwurf zur Lärmbekämpfung diskutieren sollen. Ursprünglich wurde das Problem des übermäßigen Lärms vor allem von den Bewohner*innen des Krakauer Stadtzentrums aufgegriffen, die Beschränkungen für den Einsatz von Tonanlagen in der Nacht forderten. Am Ende entschieden die Gemeinderät*innen des Umweltausschusses, dass solche Verbote für die gesamte Stadt gelten sollten, da Nachtclubs und Cafés auch außerhalb des Krakauer Zentrums betrieben werden. Während der Sitzung beschlossen die Gemeinderät*innen jedoch, den Gesetzentwurf von der Tagesordnung zu nehmen, weil einige Bestimmungen noch geklärt werden müssten.
Seit fünf Jahren inspiriert Symbioza – das Zentrum für Umweltbildung unter der Schirmherrschaft der Städtischen Einrichtung für Grünflächen (ZZM) in Krakau – die Einwohner*innen, die Natur zu entdecken. Am 22. Februar 2025 haben Naturliebhaber*innen die Möglichkeit, den fünften Geburtstag von Symbioza in einem besonderen Rahmen zu feiern. Die Veranstalter*innen laden dazu ein, die Schönheit der lokalen Grünflächen neu zu entdecken und an einem abwechslungsreichen Programm teilzunehmen. Geplant sind thematische Wanderungen, Bildungs- und Naturworkshops sowie zahlreiche Angebote für Familien mit Kindern und Erwachsene. Den Ausklang der Feierlichkeiten bildet eine gemeinsame Beobachtung des Sonnenuntergangs vom Piłsudski-Hügel. Das Zentrum für Umweltbildung Symbioza wurde gegründet, um Menschen aller Altersgruppen vielfältige Umweltaktivitäten und inspirierende Naturerlebnisse näherzubringen.
Die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, und ihr Team trafen sich in Danzig mit dem polnischen Regierungschef Donald Tusk (PO – Bürgerplattform) sowie Mitgliedern seiner Regierung. Das Treffen fand am 7. Februar 2025 im Europäischen Zentrum der Solidarität (ECS) statt und stand im Zeichen der polnischen Ratspräsidentschaft in der Europäischen Union. Neben Tusk nahmen auch die Bürgermeisterin von Danzig, Aleksandra Dulkiewicz (parteilos), und der Solidarność-Mitbegründer, Lech Wałęsa (parteilos), an dem Empfang teil. Im Anschluss diskutierten Mitglieder der polnischen Regierung und der EU-Kommission aktuelle Themen wie die Sicherheit der EU im Kontext des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sowie die Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump.
Wesoła Immersive, das New Media Art Center, wird voraussichtlich im Juni 2025 im ehemaligen Spitalsviertel Wesoła eröffnet. Es wird ein moderner Raum sein, der immersive Kunst mit neuesten Technologien, Bildungsangeboten und Möglichkeiten zum Austausch verbindet. Das Zentrum wird im historischen Gebäude der sogenannten Alten Küche an der Kopernika-Straße eingerichtet. Dieses Gebäude wird vorübergehend für kulturelle Zwecke umgestaltet, bevor eine umfassende Sanierung beginnt, die Teil eines städtebaulichen Masterplans für das ehemalige Spitalsviertels Wesoła ist. Wesoła Immersive ist die erste dauerhafte Einrichtung in Krakau, die sich intensiv mit immersiver Kunst beschäftigt. Geplant sind interaktive Ausstellungen mit Virtual und Augmented Reality, Videomapping und Anwendungen künstlicher Intelligenz. Ergänzt wird das Angebot durch Workshops, Seminare und Begegnungen mit Künstler*innen. Ein integriertes Club-Café soll den Austausch von Ideen fördern und einen Ort der Entspannung inmitten der Kunst schaffen.
In Krakau wird eine Agentur für Sozialmieten errichtet. Am 3. Februar 2025, unterzeichnete Maria Klaman (Nowa Lewica – Neue Linke), stellvertretende Bürgermeisterin von Krakau für Sozialpolitik und Wohnungswesen, im Beisein von Ministerin für Fördermittel und Regionalpolitik Katarzyna Pełczyńska-Nałęcz (Polska 2050 – Polen 2050 von Szymon Hołownia) ein entsprechendes Abkommen. Die Stadt wird fast 1,4 Millionen Euro für die Umsetzung des Programms erhalten. Mit diesen Mitteln können die städtischen Gebiete saniert und den bedürftigsten wirtschaftlich aktiven Menschen Wohn- und Ausbildungsmöglichkeiten geboten werden. Dank der im Rahmen des Projekts geplanten sozialen Dienstleistungen besteht die Möglichkeit, nicht nur die Wohnsituation der Krakauer Einwohner*innen, sondern auch ihre Lebenssituation zu verbessern. Die Projektteilnehmer*innen werden unter anderem Berufsberatung und Schulungen erhalten, um ihre beruflichen und finanziellen Kompetenzen zu entwickeln. Die Agentur für Sozialmieten wird von einer Nichtregierungsorganisation betrieben, die in einer offenen Ausschreibung ausgewählt wird, die die Magistratsabteilung für Wohnwesen in den kommenden Wochen veröffentlicht.
Die Busflotte der Städtischen Verkehrsbetriebe (MPK) in Krakau wird in den nächsten Jahren noch komfortabler und umweltfreundlicher werden. Diese Veränderung ist das Ergebnis der Investition des Verkehrsunternehmens in die Anschaffung neuer Fahrzeuge. Am 30. Jänner 2025 wurden im Rahmen einer Ausschreibung 200 neue Busse geleast, die die europäische Abgasnorm Euro-6 und somit die höchsten Umweltstandards erfüllen. Mit der Bestellung der neuen Busse können die ältesten Dieselbusse der MPK aus dem Verkehr gezogen werden. Wenn dieser Auftrag ausgeführt wird, werden die Einwohner*innen Krakaus nur noch mit Wasserstoff-, Elektro- und Hybridbussen sowie mit Bussen mit der Euro-6-Norm befördert. Die neuen Busse werden innerhalb von vier Jahren geliefert.
Die Stadt Krakau baut schrittweise ihr Videoüberwachungssystem aus, das eine wichtige Rolle bei der Gewährleistung der Sicherheit der Einwohner*innen und der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung spielt. Derzeit umfasst das integrierte städtische Videoüberwachungs- und Straßenüberwachungssystem 569 Kameras. In den letzten zwei Jahren sind 46 neue Geräte in das System aufgenommen worden. Für das Jahr 2025 plant die Stadt, das Überwachungssystem um weitere Punkte zu erweitern, insbesondere in der Altstadt und im ehemaligen jüdischen Viertel Kazimierz. Diese Entscheidung wurde in Absprache mit der Stadtwache und der Polizei getroffen, um den aus den Sicherheitsanalysen resultierenden Bedürfnissen gerecht zu werden. Der endgültige Standort der Kameras wird mit den Bezirksräten abgesprochen, um die Investitionen bestmöglich an die lokalen Bedürfnisse anzupassen.
Auf Initiative der Kanzlei des polnischen Ministerpräsidenten und der EU-Institutionen wurde auf dem Wolnica-Platz im ehemaligen jüdischen Viertel in Krakau eine Ausstellung über die polnische EU-Ratspräsidentschaft eingerichtet. Sie ist bis zum 19. Juni 2025 in der kleinpolnischen Hauptstadt zu sehen. Die Ausstellung in Form eines mobilen Pavillons besteht aus über ein Dutzend Schautafeln, auf denen Fragen zur Funktionsweise des Rates der Europäischen Union behandelt werden. Man erfährt, wie diese EU-Institution funktioniert und was die polnische Ratspräsidentschaft mit sich bringt. Der Pavillon ist so gestaltet, dass er nicht nur Wissen über den EU-Rat vermittelt, sondern auch soziale Integration und Erholung im Freien fördert.
Am Sonntag, dem 26. Jänner 2025, fand in Polen das 33. Finale des Großen Orchesters der Weihnachtshilfe statt – eine der größten Wohltätigkeitsaktionen des Landes. Mehr als 120.000 Freiwillige sammelten auf den Straßen polnischer Städte Spenden für den Kauf modernster medizinischer Geräte. Diese sollen zur Diagnose und Behandlung von Krebserkrankungen bei Kindern eingesetzt werden, insbesondere für die onkologische Diagnostik, Chirurgie und Therapie von Blutkrankheiten. Mit den gesammelten Geldern plant die Stiftung, 18 Kinderstationen, 17 Hospize, fünf Zentren für onkologische Neurochirurgie, sechs Zentren für onkologische Chirurgie und vier Pathomorphologie-Einheiten mit neuer Ausstattung zu versorgen. Jedes Jahr wird in Polen bei etwa 1.200 Kindern Krebs diagnostiziert und 3.000 Kinder befinden sich weiterhin in intensiver Behandlung. Bis zum 26. Jänner 2025 wurden mehr als 42,4 Millionen Euro gesammelt. Dies ist jedoch noch nicht das Endergebnis – die endgültige Spendensumme wird erst in einigen Wochen bekannt gegeben, sobald alle Auktionen abgeschlossen sind.
Fast alle neuen öffentlichen Gebäude in Krakau, auch die der Stadtverwaltung, sollen nun nach Entwürfen gebaut werden, die in Architekturwettbewerben ausgewählt werden. Der neue Stadtarchitekt Janusz Sepioł (PO – Bürgerplattform) hat angekündigt, dass Architektur- und Städtebauwettbewerbe für neue Gebäude das Markenzeichen von Krakau werden sollen. Es soll so viele Wettbewerbe geben, dass eine eigene Abteilung im Magistrat geschaffen wird, um sie zu organisieren. Alle Wettbewerbe werden international sein. Einige der Wettbewerbe sollen sich auf Wesoła beziehen, das ehemalige Spital-Areal im Zentrum von Krakau, das die Stadt vom Universitätsklinikum gekauft hat. Hier gibt es historische Gebäude ehemaliger Kliniken, aber auch viele Freiflächen zwischen den Gebäuden.
Für das akademische Jahr 2025/2026 planen die Krakauer Universitäten die Einführung neuer Fakultäten, um den Anforderungen der modernen Welt gerecht zu werden. Die Jagiellonen-Universität will Führungskräfte in den Bereichen grüne Transformation und nachhaltige Entwicklung ausbilden, während die Wissenschaftlich-Technische Universität (AGH) Spezialist*innen für Raumfahrt und Künstliche Intelligenz (KI) qualifizieren möchte. Zudem gibt es ein neues Studienangebot, das es Absolvent*innen ermöglicht, gleichzeitig an drei Universitäten ein Diplom zu erwerben. Diese Möglichkeit bietet der Studiengang "Metrologie und Messtechnik", der gemeinsam von der AGH, der Technischen Universität Krakau (PK), der Universität für Landwirtschaft (UR) sowie dem Zentralamt für Messwesen angeboten wird. Die Krakauer Wirtschaftsuniversität wird zudem künftig eng mit der Stadt Krakau zusammenarbeiten. Eine neu unterzeichnete Vereinbarung sieht gemeinsame Forschungsprojekte sowie die Organisation von Praktika und Arbeitsplätzen für Studierende vor. Im Rahmen dieser Kooperation wird die Wirtschaftsuniversität der Stadt zudem Markt- und Strategieanalysen zur Verfügung stellen.
Das polnische Ministerium für Kultur und Nationales Erbe übernimmt die Mitverwaltung des Juliusz-Słowacki-Theaters in Krakau. Die Hauptverantwortung für die Leitung der Einrichtung bleibt weiterhin bei der Woiwodschaft Kleinpolen. Durch diese Statusänderung erhält das traditionsreiche Theater eine finanzielle Absicherung. In den kommenden zehn Jahren wird es mit einem jährlichen Zuschuss von rund 2,4 Millionen Euro unterstützt. Diese zusätzliche Finanzierung soll dazu beitragen, den künstlerischen Betrieb zu stärken und die kulturelle Bedeutung der Institution weiter zu festigen.
Im Jahr 2026 werden die Renovierungsarbeiten an einer der wichtigsten Straßen im Zentrum von Krakau beginnen. Die Unternehmer*innen machen sich Sorgen um ihr Geschäft. Während der jüngsten Sanierung einer anderen wichtigen Krakauer Straße sei laut Unternehmer*innen der Umsatz um rund 80 Prozent zurückgegangen. Als Reaktion auf ihre Forderungen entwickelt die Stadt den sogenannten "Renovierungspakt für Unternehmer*innen". Die darin vorgeschlagenen Lösungen werden bei den folgenden Straßensanierungsarbeiten umgesetzt. Das erste und wichtigste Element dabei: sich mit den Unternehmer*innen über die Reihenfolge sowie die Art und Weise der Renovierung zu einigen. Das zweite Element ist die Einführung von Standards für das Aussehen der Kreuzungen der zu sanierenden Straßen. Der "Renovierungspakt“ sieht außerdem eine Informationskampagne, eine eigene Website sowie elektronische Bildschirme vor. Auch eine finanzielle Unterstützung für Unternehmer*innen ist in Vorbereitung.
Die Krakauer Behörden wollen noch heuer über die Streckenführung der ersten U-Bahn-Linie entscheiden. Die Strecke soll die Bezirke Krowodrza, Stare Miasto, Grzegórzki und Prądnik Czerwony umfassen. Die Investition wird mehr als 3 Milliarden Euro kosten und sechs Haltestellen umfassen. Die Frist für die Erstellung des Umweltbescheids läuft bis zum 28. Februar 2025. Zwischen 2028 und 2029 sollen die Bauarbeiten beginnen, im Jahr 2033 sollen sie abgeschlossen werden. Das U-Bahn-Bauprojekt ist in drei Phasen unterteilt. Die erste sechs Kilometer lange Phase soll dabei von der Stadt mit Hilfe von EU-Mitteln oder Zuschüssen finanziert werden. Um sich für dieses Projekt besser vorzubereiten, war Mitte Jänner 2025 eine sechsköpfige Delegation des Krakauer Magistrats mit dem Krakauer Bürgermeister Aleksander Miszalski (PO-Bürgerplattform) in Kopenhagen. Die Delegation traf sich mit Expert*innen, die für die Planung und Entwicklung des öffentlichen Nahverkehrs in Kopenhagen zuständig sind. Sie informierten sich umfassend über die im dortigen U-Bahn-System verwendeten Lösungen.
Den Energieverbrauch historischer Gebäude um bis zu 60 Prozent senken: Das wird dank des Forschungsprojekts FuturHist, das moderne Technologie mit respektvollem Umgang mit historischem Erbe verbindet, möglich sein. Das Projekt wird in vier Gebäuden in vier europäischen Städten erprobt: Córdoba, Edinburgh, Linköping in Schweden und Krakau. Dabei gibt es zahlreiche Herausforderungen. Allein in Krakau haben Wissenschaftler*innen und Krakauer Beamt*innen mindestens 3.500 historisch wertvolle Gebäude ausgewählt, die einer energetischen Metamorphose unterzogen werden könnten. Im letzten Teil des Projekts werden daher universelle Standards für die energieeffiziente Sanierung historischer Gebäude entwickelt, die in großem Maßstab in verschiedenen europäischen Städten umgesetzt werden können und so die energetische Umgestaltung historischer Gebäude beschleunigen.
Am 14. Jänner 2025 wird Polens kleinster Satellit namens HYPE, der von Student*innen der AGH Wissenschaftlich-Technischen Universität in Krakau entwickelt wurde, in die Umlaufbahn starten. Die jungen Wissenschaftler*innen wollen unter anderem die Lichtverschmutzung, die Verschmutzung durch Vulkanasche sowie die Zerstörung von Waldgebieten untersuchen. Es handelt sich um den ersten Satelliten, der vollständig von Student*innen entwickelt wurde. Zugleich ist es der Kleinste, der jemals in Polen gebaut wurde. Der Satellit wird im Rahmen der Falcon-9-Transporter-12-Mission in eine Umlaufbahn in 525 Kilometern Höhe gebracht, wo er seine Mission beginnen wird. Um mit dem Satelliten Kontakt aufnehmen zu können, wurde Ende Dezember 2024 eine spezielle Antenne auf dem Dach des AGH-Raumfahrtzentrums installiert. Diese wird künftig auch Verbindungen zu Satelliten ermöglichen, die im Rahmen weiterer Projekte gebaut werden.
Im Bezirk Nowa Huta wurde das dritte Salzgradierwerk in Krakau errichtet. Das von den Gradierwerken erzeugte Mikroklima ähnelt den Bedingungen, die bei einem Aufenthalt am Meer herrschen. Ein einstündiger Spaziergang am Salzgradierwerk entspricht einer Joddosis von drei Tagen am Meer. Das Gradierwerk hätte eigentlich schon vor fünf Jahren fertiggestellt werden sollen. Aufgrund von Komplikationen löste die Stadt jedoch den Vertrag mit dem ursprünglichen Auftragnehmer. Letztendlich wurde der Bau des Gradierwerks für mehrere Jahre ausgesetzt, da, wie die Behörden erklärten, im Budget der Stadt Krakau nicht genügend Mittel dafür vorhanden waren. Das Gradierwerk wird, wie die beiden anderen, im Frühjahr eröffnet.
Die Beratungen über den Beschlussentwurf zur Einführung einer nachhaltigen Verkehrszone in Krakau wurden um eine Woche – nämlich bis zum 17. Jänner 2025 – verlängert. Laut dem Krakauer Magistrat ist der Grund dafür das große Interesse der Einwohner*innen. Damit die Zone in Kraft treten kann, muss der Beschluss vom Gemeinderat verabschiedet werden. Über das Projekt wird voraussichtlich im Februar 2025 beraten. Der Entwurf sieht vor, dass die Zone ab dem 1. Juli 2025 für Personen von außerhalb Krakaus gelten soll. Fahrer*innen von nicht normgerechten Fahrzeugen könnten dann gegen Zahlung einer Gebühr in die Stadt einfahren. Für die Einwohner*innen von Krakau würden die Vorschriften erst ab dem 1. Juli 2030 wirksam. Die nachhaltige Verkehrszone soll nahezu das gesamte Stadtgebiet Krakaus umfassen.
Auf Initiative von Bewohner*innen der Altstadt in Krakau wurde unlängst eine Resolution für einen Beschluss gegen Lärmbelästigung erarbeitet. Das Ziel ist das Verbot der Verwendung von Beschallungsanlagen, und zwar sowohl außerhalb als auch innerhalb von Lokalen in der Zeit von 22 Uhr abends bis acht Uhr in der Früh in der gesamten Krakauer Altstadt von Krakau. Die Beschränkung würde insbesondere für Nachtclubs, Diskotheken, Tanzveranstaltungen, Konzerte oder Festivals gelten. Eine Ausnahme würde für Veranstaltungsorte gelten, die sich gegen die Abstrahlung von Schall nach außen schützen. Ausnahmen gäbe es auch für die von der Stadt organisierten Veranstaltungen, für Veranstaltungen im Zusammenhang mit Gottesdiensten und für die Silvesternacht. Durch die Resolution wollen die Bewohner*innen der Krakauer Altstadt für das Recht auf ein ruhigeres Leben kämpfen. Der Resolutionsentwurf wird derzeit im Ausschuss für nachhaltiges Nachtleben erörtert und wird dem Gemeinderat voraussichtlich nicht vor März 2025 vorgelegt. Die neuen Regeln könnten möglicherweise in den Sommerferien in Kraft treten.
Im Dezember 2026 soll in der Kordylewskiego-Straße in der Krakauer Innenstadt eine neue Eishalle in Betrieb genommen werden. Die Technologie wird es ermöglichen, die Eisfläche in der kälteren Jahreszeit für mehrere Monate zu nutzen. Im Herbst und Winter wird sie für das Eislauftraining zur Verfügung stehen und den Rest des Jahres dann für Tennis-, Fußball und Handball genutzt werden können. Die künstliche Eisfläche wird 42 mal 21 Meter groß sein und während der Herbst- und Wintermonate betrieben werden, wenn die durchschnittliche Außentemperatur 15 Grad Celsius nicht überschreitet. Neben der Eisbahn wird es eine Tribüne, einen Schlittschuhverleih, eine 350 Meter lange Freiluft-Skating-Bahn und Parkmöglichkeiten geben. In den übrigen Monaten wird die Anlage als Mehrzweckplatz genutzt werden, der aus einem zentralen Tennisplatz sowie einem Handball- und Fußballfeld besteht. Die "Ice-Arena", wie die neue Anlage heißen soll, wurde von einer Krakauer Design- und Investmentgruppe entworfen. Die Gesamtkosten der Investition belaufen sich auf fast sechs Millionen Euro, davon sind 4,8 Millionen Euro Eigenmittel der Stadt.
Auch diesen Winter bietet der Streetbus den Menschen im öffentlichen Raum nicht nur Schutz und Wärme, sondern auch eine Mahlzeit und ein warmes Getränk. Der Bus fährt bis Ende März 2025 täglich abends auf den Krakauer Straßen. Die Streetbus-Betreuer*innen geben an den Haltestellen belegte Brote, Tee, Kaffee, Kleidung, Thermoskannen und Decken an Bedürftige aus. In der vergangenen Wintersaison haben durchschnittlich 46 Personen pro Tag von der Streetbus-Unterstützung profitiert.
Die schönsten polnischen Weihnachtslieder erklingen während der 90. Krakauer Singstunde "Lieder zum Mitsingen". Das gemeinsame Singen findet am Samstag, dem 21. Dezember 2024, um 17 Uhr auf dem Krakauer Marktplatz statt. Bei diesem einzigartigen Konzert werden Künstler*innen des Theaters Loch Camelot gemeinsam mit dem Publikum die schönsten polnischen Weihnachtslieder singen. Die Bibliothek hat traditionell kostenlose Liederbücher vorbereitet, die Texte der Lieder werden auch auf einer großen Leinwand gezeigt.
Der Hacker*innenangriff fand am Morgen des 3. Dezember 2024 statt. Ab diesem Zeitpunkt funktionierte unter anderem die mobile Anwendung zum Kauf der Saison- oder Monatskarten nicht mehr. Die Probleme der Fahrgäst*innen sind zwar seit einigen Tagen behoben, aber nicht alle Systeme funktionieren noch. Die größte Schwierigkeit ist nach wie vor das nicht funktionierende Portal, über das die Fahrer*innen ihre Aufgaben für die nächsten Tage abrufen können. Das Unternehmen kann immer noch nicht bestätigen, ob persönliche Daten der Fahrgäst*innen nach außen gelangt sind. Der Hacker*innenangriff auf die Systeme von den Krakauer Verkehrsbetrieben (MPK) wurde von einer internationalen kriminellen Gruppe aus dem Osten durchgeführt. Darüber hinaus wurde in der Nacht vom 3. auf den 4. Dezember 2024 auch ein Sabotageversuch an der Energieinfrastruktur unternommen.
Die stellvertretende Senatspräsidentin, Senatorin, Soziologin und Übersetzerin spanischer Literatur, Magdalena Biejat (Razem – Gemeinsam) kandidiert für das Amt des polnischen Staatspräsidenten beziehungsweise der polnischen Staatspräsidentin. Sie war von 2019 bis 2023 Abgeordnete im Sejm (untere Parlamentskammer). Bei den Kommunalwahlen 2024 war sie auch die Kandidatin der Linken für das Amt des Bürgermeisters von Warschau. Damals erhielt sie 12,86 Prozent der Stimmen und landete auf dem dritten Platz. Die Präsidentschaftswahlen in Polen werden im Mai 2025 stattfinden. Neben Magdalena Biejat haben bereits sechs weitere Kandidat*innen ihre Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen erklärt, darunter der Bürgermeister von Warschau, Rafał Trzaskowski (PO – Bürgerplattform).
Mehr als 600 Fachleute, die sich mit der Hochwassersicherheit in Polen befassen, nahmen Mitte Dezember 2024 am ersten von sieben Schulungskursen über polnische Hochwasserschutzbauten und -anlagen teil, die von der Technischen Universität Krakau organisiert wurden. Nach den Überschwemmungen in Niederschlesien im September 2024 boten die Expert*innen der Technischen Universität an, ihre praktischen Erfahrungen und ihr Wissen über Sicherheit, Notfälle, Versagen, moderne Überwachung, Modernisierung und Planung von Dämmen und Hochwasserschutzanlagen kostenlos weiterzugeben. Die Technische Universität Krakau ist in Polen führend in der Forschungs- und Entwicklungsarbeit zur Methodik der Damm- und Deichforschung. Die ersten Schlussfolgerungen der Expert*innen der Technischen Universität nach den Überschwemmungen in Schlesien zeigen, dass das Ausmaß der Herausforderung angesichts des Klimawandels und der Vervielfachung der Macht extremer Wetterereignisse im Bereich des Wasserbaus immer größer wird.
Die Stadt Krakau beginnt mit der Ausarbeitung eines Masterplans für das ehemalige Spitalviertel Wesoła, das von der Krakauer Stadtentwicklungsagentur verwaltet wird. In den nächsten Monaten wird ein strategisches Dokument erstellt, in dem die wichtigsten Projekte mit Empfehlungen zu den Prioritäten für ihre Umsetzung und die Richtungen für die Wiederbelebung und künftige Entwicklung dieses historischen Raums im Herzen der Stadt festgelegt werden. Dabei werden unter anderem die städtebauliche Entwicklung, die Architektur und der Schutz des kulturellen Erbes, die ökologischen und sozialen Bedürfnisse sowie Fragen der Mobilität berücksichtigt. Der Masterplan für Wesoła wird in Zusammenarbeit mit Expert*innen entwickelt, aber die wichtigsten Berater*innen für das gesamte Projekt sollen die Anrainer*innen selbst sein, die zu ausführlichen Diskussionen eingeladen werden. Das Expert*innen-Team wird vom Chefarchitekten der Stadt, Janusz Sepioł (PO – Bürgerplattform), geleitet und umfasst auch Vertreter*innen des Krakauer Festivalbüros und der Krakauer Stadtentwicklungsagentur, sowie der Städtischen Einrichtung für Grünflächen.
Die Stadt Krakau schätzt, dass zwischen 1.500 und 2.000 Wildschweine in der Stadt leben. Anwohner*innen beschweren sich, dass die Tiere Rasenflächen, Spielplätze und Gärten verwüsten. Die Krakauer Beamt*innen behaupten, dass die Bewohner*innen selbst die Wildschweine in die Stadt einladen, indem sie sie füttern oder überall Essensreste wegwerfen würden. Das mache Krakau zu einer idealen Nahrungsgrundlage für diese Tiere. Nun kündigten die Beamt*innen des Krakauer Magistrats an, Maßnahmen ergreifen zu wollen, um das Problem zu lösen. So wurde bei der Stadtwache beantragt, wirksamere Methoden in Form von Geldstrafen gegen Personen zu verhängen, die Tiere füttern und Grünflächen vermüllen. Die Stadtverwaltung argumentiert, dass das Wegwerfen von Essensresten, sowie die unzureichende Sicherung der Abfälle durch Wohngemeinschaften und Genossenschaften das größte Problem bei der Bekämpfung der Wildschweine und der Gewährleistung der Sicherheit der Bewohner*innen darstelle.
Anfang Dezember 2024 trat das Projekt "SCT HUB - Codesign the Future of Sustainable Cultural Tourism" offiziell in die Umsetzungsphase. Ziel des Projekts ist es, einen an den Lebensrhythmus der Krakauer*innen angepassten Kulturtourismus zu fördern und die Entwicklung des ehemaligen Krakauer Spitalsareals Wesoła zu unterstützen. Es handelt sich um das erste Projekt dieser Art in Polen. Krakau zählt zu den Städten, die Maßnahmen zur Untersuchung und Regulierung des Tourismus ergreifen. Im Wesoła-Viertel soll daher ein Zentrum für nachhaltigen Kulturtourismus entstehen. Zu den Aufgaben des Zentrums gehören ein umfassender Forschungsprozess sowie die Einbindung von Einwohner*innen, Kulturvertreter*innen und der Tourismusbranche in Diskussionen über die Zukunft des Viertels und der Stadt. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen genutzt werden, um mithilfe eines KI-gestützten Tools innovative Lösungen für die Herausforderungen des Kulturtourismus in historischen Städten zu entwickeln und zu erproben. Auch andere europäische Städte sollen von den Erfahrungen Krakaus profitieren. Die portugiesische Stadt Braga, die kroatische Stadt Šibenik und Venedig in Italien werden die im Wesoła-Viertel entwickelten Ansätze als erste erproben.
Die Stadt hat die Ausschreibung für die Krakauer Pferdekutschen vergeben, obwohl Aktivist*innen die Aufhebung der Ausschreibung gefordert haben. Nach Angaben des Krakauer Magistrats wurden alle 26 Berechtigungen zum Preis von jeweils 1.445 Euro versteigert. Das ist der Betrag, den jede*r Droschkenfahrer*in monatlich an die Stadtkasse zahlen muss. Mehr als zweitausend Menschen unterzeichneten eine Petition an den Krakauer Bürgermeister Aleksander Miszalski (PO – Bürgerplattform), in der die Stadt aufgefordert wird, die Ausschreibung für die Vergabe von Nutzungsrechten für Parkplätze für Pferdekutschen auf dem Hauptplatz zu annullieren. Sie forderten die Stadtverwaltung auf, einen Dialog mit den Anwohner*innen zu führen, bevor weitere Entscheidungen über die Zukunft der Pferdekutschen getroffen werden. Der stellvertretende Bürgermeister Łukasz Sęk (PO) betonte, dass Konsultationen mit den Bürger*innen – auch über die Zukunft der Pferdekutschen – nur vom Krakauer Gemeinderat initiiert werden könnten.
Nach jahrelangen Bemühungen könnte in Krakau nunmehr ein Tierfriedhof entstehen. Die Stadt hat bereits ein Grundstück im Bezirk Nowa Huta ausgewählt und verhandelt derzeit über dessen Kauf. Gelingt dies, sollen die Bauarbeiten 2025 beginnen. Das ausgewählte Areal liegt abseits von Wohnhäusern und Wohnblöcken, um Proteste von Anwohner*innen zu vermeiden, wie sie bei anderen geplanten Standorten für den Tierfriedhof auftraten. Nach polnischem Recht gelten Tierkadaver als medizinischer Abfall, weshalb ihre Beisetzung unter der Erde – selbst auf Privatgrundstücken – illegal ist. Dennoch entscheiden sich viele Menschen aus Respekt vor ihrem verstorbenen Tier bewusst dafür, das Gesetz zu umgehen.
Am 25. November leuchteten die
Bernatka-Fußgänger*innenbrücke, die Sport- und Veranstaltungshalle Tauron-Arena
und der Fernsehturm in Krakau abends in Orange – als Zeichen der Solidarität mit
Frauen, die Opfer von Gewalt geworden sind. Die Kampagne Orange the World, in
Polen als Orange Day bekannt, dauert in Krakau 16 Tage bis zum 10. Dezember.
Die Aktion, die von Soroptimist International organisiert wird, steht unter der
Schirmherrschaft des Krakauer Bürgermeisters Aleksander Miszalski (PO –
Bürgerplattform). Ziel der Kampagne ist es, auf das Problem der Gewalt gegen
Frauen aufmerksam zu machen. Im Rahmen der Initiative werden in ganz Europa
öffentliche Gebäude orange beleuchtet.
Das liberale Parteienbündnis Bürgerkoalition (KO), Teil der polnischen Koalitionsregierung zu dem unter anderem die Bürgerplattform (PO) als eine der stärksten politischen Kräfte in Polen gehört, wird bei den Präsidentschaftswahlen im Mai 2025 vom amtierenden Warschauer Bürgermeister Rafał Trzaskowski (PO) vertreten. Er wurde am 22. November 2024 in internen Vorwahlen von den Mitgliedern des Bündnisses gewählt. Die größte Oppositionspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) hat wiederum am 24. November in Krakau ihren Kandidaten vorgestellt. Für die PiS wird der Chef des Instituts für Nationales Gedenken, Karol Nawrocki (parteilos), antreten. Auch der Sejm-Marschall Szymon Hołownia (Polska 2050 – Polen 2050 von Szymon Hołownia) hat offiziell bekannt gegeben, dass er bei den Präsidentschaftswahlen 2025 kandidieren wird. Die Wahlkampagne werde offiziell am 8. Jänner 2025 starten, so der Sejm-Marschall.
Eine der ersten Fabriken für Künstliche Intelligenz (KI) in Europa wird 2025 an der AGH Wissenschaftlich-Technischen Universität in Krakau eröffnet. Sie entsteht durch den Ausbau der Ressourcen des akademischen Rechenzentrums Cyfronet. Die Fabrik wird als Forschungs- und Entwicklungszentrum dienen und Wissenschaftler*innen ermöglichen, modernste Technologien auf Basis von KI zu entwickeln, mitzugestalten und zu testen. Der Projektstart ist für dieses Jahr geplant, die Fertigstellung für 2025. Für dieses Vorhaben hat die Universität fast 16,3 Millionen Euro an staatlichen Zuschüssen erhalten. Zusätzlich wird das Projekt von der Europäischen Kommission mitfinanziert. Die KI-Fabrik könnte Polen zur Vorreiterrolle in der Digitalisierung Europas verhelfen.
Unter dem Motto "Die Seele Europas" findet am 19. und 20. November 2024 in Krakau sowie online die neunte Ausgabe des einzigen polnischen Kongresses für Wertewirtschaft, dem "Open Eyes Economy Summit", statt. Insgesamt werden rund 300 Sprecher*innen in fast 100 Programmpunkten über die Zukunft Europas und andere aktuelle Herausforderungen der Gegenwart sprechen. Die Hauptthemen des Kongresses umfassen Klimapolitik, verantwortungsvolle Investitionspolitik, Ethik im öffentlichen Leben, Kompetenzen der Zukunft, Stadtlandschaften und digitale Transformation. Wirtschaft und Entwicklung bedeuten mehr als Finanzen – sie umfassen Innovation, Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und Gemeinschaft, wie der Bürgermeister von Krakau, Aleksander Miszalski (PO – Bürgerplattform) betonte, der die diesjährige Ausgabe des "Open Eyes Economy Summit" eröffnete.
Der aus Krakau stammende Senator Bogdan Klich (PO – Bürgerplattform) wurde zum Geschäftsträger der polnischen Botschaft in den USA ernannt. Er wird dort die Aufgaben eines Botschafters wahrnehmen, darf jedoch diesen Titel nicht führen. Dies liegt daran, dass Staatspräsident Andrzej Duda (parteilos) die Nominierung des PO-Politikers – ein Mitglied des regierenden Bündnisses Bürgerkoalition (KO) – für diese Position entschieden abgelehnt hat. Aufgrund seiner neuen Funktion in den USA muss Klich sein Mandat als Senator niederlegen, weshalb in seinem Wahlkreis in Krakau eine Nachwahl stattfinden wird. Krakau ist bei den Senatswahlen in zwei Bezirke unterteilt. Im Jahr 2023 wurde der Senats-Sitz im Bezirk, der den westlichen Teil von Krakau umfasst, von Bogdan Klich gewonnen. Jerzy Fedorowicz (PO) gewann den Senats-Sitz im östlichen Teil der Stadt. Bogdan Klich erzielte mit 70,9 Prozent der Stimmen ein deutliches Ergebnis und setzte sich gegen Mateusz Małodziński (PiS – Recht und Gerechtigkeit) durch. Die Senats-Nachwahl in Krakau wird voraussichtlich im Jänner oder Februar 2025 stattfinden.
Im Rahmen des Bürger*innenbeteiligungsbudgets für Schulen entwickeln die Schüler*innen Ideen, entwerfen Projekte und wählen dann diejenigen aus, die sie für besonders attraktiv und notwendig halten. Sie entscheiden, wofür sie die von der Stadt zur Verfügung gestellten Finanzmittel ausgeben wollen. Auf diese Weise lernen sie Bürger*innenpartizipation. Es hat bereits vier Ausgaben des Projekts gegeben – die fünfte steht kurz vor dem Start. Heuer beteiligen sich 60 Einrichtungen – darunter Schulen wie Lyzeen, Fachschulen, Berufsschulen sowie Sonderschulen. Aber auch Internate und Wohnheime sind dabei. Jeder Schule werden fast 1.400 Euro für die von den Schüler*innen ausgewählten Projekte bereitgestellt. Insgesamt hat die Stadt heuer 83.700 Euro für das Schul-Bürger*innenbeteiligungsbudget zur Verfügung gestellt.
Der Bürgermeister von Krakau, Aleksander Miszalski (PO – Bürgerplattform), hat im Beisein der Ministerin für Finanzen und Regionalpolitik, Katarzyna Pełczyńska-Nałęcz (PO – Bürgerplattform), Vereinbarungen über die Refinanzierung von sechs Projekten zur Begrünung städtischer Räume mit Mitteln aus dem Wiederaufbauplan unterzeichnet. Krakau hat einen Antrag auf 47 Projekte im Wert von mehr als 34,4 Millionen Euro eingereicht. Ein weiterer umfangreicher Antrag in Höhe von etwa 11,6 Millionen Euro ist bereits in Vorbereitung. Am 7. November wurde der erste Teil von Verträgen über 2,5 Millionen Euro unterzeichnet. Dieser wird die Refinanzierung von sechs Projekten ermöglichen. Mit dem Geld werden Projekte im Zusammenhang mit der Begrünung des städtischen Raums, einschließlich der Schaffung von vier Pocket-Parks, refinanziert. Die Begrünung der städtischen Gebiete ist ein wichtiges Bedürfnis der Krakauer Bürger*innen. Dank der Refinanzierung kann die Stadt die eingesparten Mittel für andere wichtige Projekte einsetzen.
Der Bau der U-Bahn in Krakau ist das wichtigste Investitionsvorhaben der Amtszeit von Bürgermeister Aleksander Miszalski (PO – Bürgerplattform) und liegt in der Verantwortung seines Stellvertreters Stanisław Mazur (parteilos). Bei einem Treffen mit Journalist*innen am 13. November 2024 ging Mazur auf Bedenken und Fragen zu diesem Projekt ein – etwa ob Krakau eine unterirdische Straßenbahn oder eine echte U-Bahn erhalten wird. Mazur erläuterte auch, wie die Finanzierung gesichert werden soll. Der stellvertretende Bürgermeister von Krakau betonte mehrfach, dass in Krakau eine echte U-Bahn gebaut wird – vollständig unterirdisch und kollisionsfrei. Er kündigte zudem an, dass in den kommenden Wochen eine Website zur Krakauer U-Bahn eingerichtet werden soll. Die genaue Streckenführung der ersten Linie soll 2025 festgelegt werden. Die Baukosten für diesen Abschnitt werden auf 692,7 Millionen Euro geschätzt und sollen aus Mitteln des Staates, der Europäischen Union (EU) und der Stadt gedeckt werden.
In den Vorwahlen entscheidet die Bürgerkoalition (KO – Bürgerkoalition), wer ihr Kandidat in den Staatspräsidentschaftswahlen 2025 sein wird. Die Vorwahlen werden voraussichtlich am 23. November 2024 stattfinden. Das hat Premierminister Donald Tusk (PO – Bürgerplattform) am 9. November bekanntgegeben. Um den Status des Präsidentschaftskandidaten der KO werden zwei Kandidaten kämpfen: einerseits der amtierende Bürgermeister von Warschau – Rafał Trzaskowski (PO) – andererseits der amtierende Außenminister Radosław Sikorski (PO). Die Abstimmung findet elektronisch statt. Das Ergebnis wird am 7. Dezember bekanntgegeben.
Die Forscher*innen der Technischen Universität Krakau erarbeiten derzeit die Entwurfsunterlagen für die Aufgabe "Lasst uns Bäume auf dem Hauptmarkt pflanzen". Diese hat im Rahmen des Bürger*innenbeteiligungsbudgets 2022 gewonnen. Die ersten Ergebnisse der seit Juni 2024 von dem Wissenschaftler*innenteam durchgeführten Untersuchungen wurden letzte Woche vorgestellt. Die Untersuchungen werden unter anderem mit Hilfe von Georadar und Drohnen durchgeführt. Sie dienen dazu, ein dreidimensionales Modell des unterirdischen Marktplatzes zu erstellen und die Stellen zu bestimmen, an denen Baumpflanzungen möglich sind. Alle Schlussfolgerungen der Untersuchung werden in einen Sonderbericht einfließen. Dieser wird der Städtischen Einrichtung für Grünflächen (ZZM) bis Ende des Jahres als vorläufiges Konzept für die Bepflanzung des Marktplatzes mit Bäumen sowie mit Visualisierungen vorgelegt. Ein detaillierter Entwurf soll in der ersten Hälfte des nächsten Jahres erstellt werden. Wenn alles nach Plan läuft und die erforderlichen technischen Genehmigungen erteilt werden, könnten die ersten Pflanzungen Ende 2025 oder Anfang 2026 erfolgen.
Leseaktion in Polen: E-Books und Hörbücher von Autor*innen, die zur Kampagne eingeladen wurden, sind nun zum zehnten Mal erhältlich. Die Möglichkeit, die kostenlose Bibliothek zu nutzen, soll das Lesen in ganz Polen fördern. Die Ursprünge der Kampagne liegen im Jahr 2013, als Krakau der prestigeträchtige Titel UNESCO-Literaturstadt verliehen wurde. Mittels App können ausgewählte Buchbestseller einfach gelesen werden. Die Aktion läuft noch bis Ende November.
Am Montag, dem 11. November 2024, findet auf dem Krakauer Hauptmarkt wieder die Krakauer Singstunde statt, diesmal unter dem Motto "Freude an der Unabhängigkeit". Auf dem Programm stehen Lieder, die mit dem Jahrestag der Wiedererlangung der Unabhängigkeit Polens im Jahr 1918 verbunden sind. Wie jedes Jahr wird das Publikum selbst die Rolle der Hauptdarsteller*innen übernehmen. Die Krakauer Singstunde ist eine Veranstaltung, die seit vielen Jahren zahlreiche Krakauer*innen anzieht und zu den regelmäßigen Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag gehört. Wie jedes Jahr werden die Organisator*innen kostenlose Liederbücher für die Einwohner*innen vorbereiten, die vor der Veranstaltung abgeholt werden können.
Vom 4. bis 30. November 2024 finden im Rahmen der siebten Ausgabe der "Design in Krakau" an zahlreichen Orten in Krakau mehr als 100 Veranstaltungen – unter anderem offene Workshops, Vorträge und Begegnungen, Spaziergänge und Führungen – sowie Messeveranstaltungen statt. "Design in Krakau" ist eine städtische Initiative zur Unterstützung und Popularisierung von Projekten im Bereich der angewandten Kunst und des zeitgenössischen Handwerks. Ziel ist es, dem Publikum die Möglichkeit zu geben, direkten Kontakt mit Designer*innen, Grafiker*innen und auch Anwender*innen traditioneller und neuer Handwerkstechniken aufzunehmen. Das Thema der diesjährigen "Design in Krakau" lautet "Anpassungen".
Expert*innen zufolge ist Krakau auf dem besten Weg, eine intelligente Stadt zu werden. In Polen können neben Warschau auch Gdynia, Kielce, Gdańsk und Lublin ein Smart City-Zertifikat vorweisen. Krakau hat sich noch nicht beim Polnischem Komitee für Normung, um ein Smart City-Zertifikat beworben, jedoch wird smarte Technologie in der Stadt immer häufiger in verschiedenen Bereichen eingesetzt, um das Stadtmanagement und die öffentlichen Dienstleistungen zu verbessern und zu optimieren. In Krakau werden seit einigen Jahren verschiedene Technologien für das maschinelle Lernen eingeführt, um die Stadt bei operativen Tätigkeiten und Entscheidungsfindungen zu unterstützen. In den letzten zwei Jahren wurde beispielsweise eine Technologie zur Personenzählung am Zakrzówek-Stausee eingeführt, die auf maschinellen Algorithmen (Videostream) basiert.
Aktuellsten Daten des Polnischen Wirtschaftsinstituts zufolge arbeiten 2,16 Millionen Frauen in Polen in Berufen, die besonders stark von den Entwicklungen rund um die Künstliche Intelligenz (KI) betroffen sein könnten. Rund 28 Prozent aller erwerbstätigen Frauen sind in Tätigkeitsfeldern beschäftigt, die voraussichtlich am meisten durch moderne Technologien beeinflusst werden. Expert*innen weisen darauf hin, dass Frauen häufiger als Männer Arbeitsplätze mit höherem intellektuellem Anspruch innehaben, was sie anfälliger für Automatisierung und KI-Entwicklungen macht. Frauen sind zudem stärker in Berufsgruppen vertreten, in denen die KI-Entwicklung voraussichtlich die größten Veränderungen bewirken wird, insbesondere im Dienstleistungs- und Verwaltungssektor. Die Woiwodschaft Masowien, insbesondere die Region Warschau, steht an der Spitze der Regionen, die am stärksten von den Auswirkungen der KI betroffen sein dürften. Neben Masowien wird die Technologie voraussichtlich auch in den Woiwodschaften Kleinpolen und Schlesien erhebliche Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben.
Künstliche Intelligenz (KI) in Form der drei vom Computer geschaffenen – also fiktiven beziehungsweise virtuellen – Journalist*innen Emi, Kuba und Alex feierte am 22. Oktober 2024 ihr umstrittenes Debüt beim Radiosender "Off Radio Krakau". Der Sender für alternative Musik- und Kultursendungen "Off Radio Krakau" ist eine Tochterstation des öffentlich-rechtlichen Radiosenders "Radio Krakau". Die Mitarbeiterschaft des Senders besteht aus Journalist*innen des öffentlichen Rundfunks sowie aus freiberuflichen Kräften, die auf freier Basis beschäftigt sind. Am 21. Oktober 2024 gab der Chefredakteur von Radio Krakau bekannt, dass der Sender künftig mithilfe von KI betrieben werde. Er erklärte, dass bei dem Radiosender diesbezüglich eine Art Forschungsprojekt laufe, das auf etwa drei Monate angelegt sei. Dieses Experiment löste eine Welle von Kommentaren und Kritik im Internet aus. Einige Nutzer*innen und zahlreiche Künstler*innen machten sich über die Idee lustig, andere empörten sich über den Ersatz von Menschen durch KI. Nach einer Woche und nach heftiger Kritik wurde das "Experiment" schließlich abgebrochen.
Rund 800 Buchautor*innen nahmen an der 26. Internationalen Buchmesse in Krakau teil, die vom 26. bis 29. Oktober 2024 stattfand. Insgesamt 56.000 Menschen besuchten die Messe, und es fanden bis zu 1.000 Stunden Autor*innen-Gespräche statt. Dieses Jahr wurde erstmals eine zusätzliche Autor*innen-Zone in einem Zelt vor der Expo-Halle eingerichtet, und die Buchmesse hatte Eintrittsbeschränkungen, um den Komfort der Besucher*innen zu erhöhen. Mehr als 470 Aussteller*innen und über 800 Autor*innen aus dem In- und Ausland präsentierten Werke aus den Genres Belletristik, Wissenschaft und Populärwissenschaft, Sachbuch, Religion, Kinder- und Jugendbuch, Young Adult, Fantasy, Krimi und Thriller.
Vom 13. bis 27. September 2024 konnten die Krakauer*innen über Ideen abstimmen, die sie gerne in ihrer Stadt verwirklicht sehen würden. Mehr als 1.000 Projekte wurden ursprünglich für das partizipative Bürger*innenbudget eingereicht, von denen dann 690 zur Abstimmung standen. Diese wurden in zwei Kategorien unterteilt: Bezirks- und städtische Projekte. Letztendlich wurden 153 Bezirksprojekte und zehn stadtweite Projekte zur Umsetzung ausgewählt. Für das diesjährige partizipative Budget wurde eine Rekordsumme von mehr als 10,5 Millionen Euro bereitgestellt – 1,8 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Die Hälfte der abgegebenen Stimmen entfiel auf Projekte in der Kategorie Umweltschutz. Auch Projekte in den Bereichen Infrastruktur, Kultur und Sport erfreuten sich großer Beliebtheit. Das stadtweite Projekt zur Anschaffung eines Ultraschallgeräts für das Krakauer Tierheim erhielt die meisten Stimmen.
Laut einer aktuellen Umfrage zur Lebensqualität und den öffentlichen Dienstleistungen in Krakau schätzen die Bewohner*innen besonders die Attraktivität der Altstadt, das kulturelle Angebot, das Bildungsniveau und das städtische Grün. Zu den häufigsten Kritikpunkten zählen der Parkplatzmangel, hohe Lebenshaltungskosten, Lärm und die schlechte Luftqualität. Dennoch mögen 91 Prozent der Bewohner*innen ihre Stadt. Seit 2014 wird diese Umfrage alle zwei Jahre durchgeführt, um die Meinungen der Krakauer*innen zur Stadtentwicklung und zur Arbeitsweise der Stadtverwaltung zu erfassen sowie Rückmeldungen zur Qualität öffentlicher Dienstleistungen und zu den Erwartungen der Bürger*innen einzuholen. An der diesjährigen Umfrage nahmen 1.100 Einwohner*innen teil, und die Fragen bezogen sich auf die letzten zwölf Monate der Arbeit der Kommunalverwaltung.
Masza Potocka (parteilos), langjährige Direktorin und Gründerin des MOCAK-Museums für zeitgenössische Kunst in Krakau, wurde zur zentralen Figur einer der größten Kontroversen in der polnischen Kulturszene der letzten Jahre. Die gegen sie erhobenen Mobbingvorwürfe lösten eine breite Diskussion über die Grenzen zwischen künstlerischer Leistung und Arbeitsethik in Kultureinrichtungen aus und führten zur Entscheidung des Krakauer Bürgermeisters Aleksander Miszalski (PO – Bürgerplattform), sie zu entlassen. Das MOCAK-Museum befindet sich derzeit in einer schwierigen Lage, denn Potocka ist formal noch im Amt – das Verfahren zu ihrer Entlassung ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Der Krakauer Magistrat hat bereits Maßnahmen ergriffen, um den Betrieb des Museums zu sichern. Der Wechsel in der Leitung könnte weitreichende Folgen für die zukünftige Entwicklung des Museums sowie für dessen Ansehen im In- und Ausland haben.
Die Krakauer Einrichtung für städtische Investitionen (ZIM) hat die Ausschreibung für die Entwicklung eines Konzepts zum Straßenausbau im südwestlichen Teil der Stadt abgeschlossen und den Auftrag vergeben. Das zentrale Element ist der Bau einer neuen Straßenbahnlinie in Richtung der an Krakau angrenzenden Stadt Skawina. Im Rahmen der Gesamtmaßnahme sollen auch Radwege, Gehwege und Bushaltestellen entstehen. Darüber hinaus werden Kreuzungen umgebaut und unterirdische Infrastrukturen neu errichtet oder modernisiert. Die Aufgabe des Gewinners der Ausschreibung besteht darin, mehrere Varianten des Konzepts für diese Investition vorzuschlagen. Ab Vertragsunterzeichnung hat der Auftragnehmer 22 Monate Zeit, das Projekt abzuschließen.
Das Königsschloss, das Königliche Łazienki-Museum und der Palast von König Johann III. Sobieski in Wilanów – diese drei Residenzen in Warschau sowie das Wawel-Schloss in Krakau können im November 2024 an ausgewählten Tagen kostenlos besucht werden. Das Ganze findet im Rahmen der Kampagne "Kostenloser November in den königlichen Residenzen" statt. Den gesamten Monat über haben Besucher*innen die Möglichkeit, Ausstellungen zu besichtigen, prachtvolle Räume zu entdecken und an Workshops teilzunehmen, die sowohl für Kinder als auch für Erwachsene geeignet sind. An jedem Wochenende im November wird eine andere königliche Residenz hervorgehoben. Das Ministerium für Kultur und Nationalerbe hat in diesem Jahr 1,39 Millionen Euro für die Aktion bereitgestellt.
Am 18. Oktober 2024 wurde in Krakau die polnische Initiative für natürlichen Wasserstoff gegründet. Die Initiator*innen waren die Krakauer Universität für Wissenschaft und Technologie (AGH), das Nationale Forschungsinstitut, das Institut für Mineral- und Energiewirtschaft der Polnischen Akademie der Wissenschaften sowie Orlen, ein polnisches Multi-Energie-Unternehmen. Das Ziel ist es, in Polen nach Vorkommen von natürlichem Wasserstoff zu suchen. Natürlicher Wasserstoff unterscheidet sich von fossilen Brennstoffen. Er ist relativ kostengünstig in der Gewinnung und hat über den gesamten Bereitstellungszyklus niedrige Emissionen. Er kann wie andere Wasserstoffarten als Kraftstoff für schwere Nutzfahrzeuge, in der Luftfahrt sowie im See- und Schienenverkehr eingesetzt werden. Nach Ansicht der Mitglieder des Teams für natürlichen Wasserstoff könnte die Nutzung seiner Vorkommen eine wichtige Etappe bei der Energiewende in Polen sein. Derzeit wird natürlicher Wasserstoff unter anderem in Frankreich, den USA und Australien gefördert.
Der Stary Kleparz, der älteste kontinuierlich betriebene Marktplatz in Krakau, soll saniert werden. Dafür wurde eine Ausschreibung für den Bau eines neuen Vordachs und die Neugestaltung des Marktplatzes veröffentlicht. Geplant sind neue Elektroinstallationen zur Versorgung der Stände sowie Videoüberwachung, ein Beschallungssystem und eine Überdachung mit speziellen Öffnungen für die Anpflanzung von Bäumen. Zudem werden zwei Rückhaltebecken mit einem Gesamtvolumen von 120.000 Litern entstehen, um Regenwasser für die Bewässerung der Grünanlagen auf dem Marktplatz zu nutzen. Die Sanierung wird voraussichtlich 2,5 Jahre ab Vertragsunterzeichnung dauern und soll schrittweise erfolgen, sodass der Markt während der gesamten Bauzeit für die Kund*innen geöffnet bleibt.
Der Bau der neuen Krakauer Philharmonie ist eine der wichtigsten Aufgaben der Woiwodschaft Kleinpolen in dieser Amtszeit. Der Marschall der Woiwodschaft ernannte im Oktober 2024 ein Team für den Bau des neuen Philharmoniegebäudes. Dessen erste Aufgabe wird es sein, einen geeigneten Standort zu finden. Zunächst werden Grundstücke im Besitz der Woiwodschaft in Betracht gezogen, jedoch ist es auch möglich, dass die Institution einen Standort außerhalb Krakaus erhält. In diesem Fall wird sie höchstwahrscheinlich ihren Namen in "Philharmonie Kleinpolen" ändern. Die Mittel für das Projekt, dessen Gesamtkosten auf rund 92,7 Millionen Euro geschätzt werden, sollen im Budget für 2025 bereitgestellt werden. Die Karol-Szymanowski-Philharmonie befindet sich seit 1945 in einem gemieteten Gebäude im Stadtzentrum, das nicht für Konzerte ausgelegt ist. Akustische Einschränkungen und der Lärm vorbeifahrender Straßenbahnen haben den Bedarf nach einem neuen Sitz der Krakauer Philharmonie verstärkt.
Nach dem Vorbild mehrerer polnischer Großstädte wie etwa Warschau führt Krakau eine eigene "Preisliste für Bauträger" ein. Diese sollen sich an den Kosten für den Straßenbau in der Stadt beteiligen. Die Preise richten sich nach dem Standort der Investition. Es gibt zwei Zonen: Im Stadtzentrum zahlen Bauträger eine Netto-"Straßengebühr" von rund 68 Euro pro Quadratmeter geplanter Wohnfläche. Die zweite Zone sieht eine Gebühr von rund 58 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche vor. Die gleiche Gebühr – unabhängig von der Zone – gilt für Investor*innen von Geschäftsgebäuden, Hotels und Büros. Die Gebühren sind freiwillig, Bauträger können sich entscheiden, ob sie nach der Preisliste zahlen oder die Straße selbst bauen möchten.
Auf dem Parteitag der Regierungspartei Bürgerplattform (PO) am 12. Oktober 2024 hat Premierminister Donald Tusk einen harten Kurs angekündigt, nämlich eine vorübergehende territoriale Aussetzung des Asylrechts. Polen werde dem EU-Migrationspakt nicht zustimmen, wenn dieser die polnischen Interessen bedrohe. Der Staat müsse wieder vollständige Kontrolle darüber erlangen, wer nach Polen ein- und ausreise, erklärte Tusk und betonte, dass die illegale Migration auf ein Minimum reduziert werden solle. Tusks Ankündigung, das Asylrecht einzufrieren, löste Empörung bei Menschenrechtsorganisationen, Koalitionspartner*innen und der EU aus. Polens umstrittene Pläne Migrant*innen an der Grenze zu Belarus zurückzuweisen, könnten die Menschenrechtsverpflichtungen des Landes verletzen, warnte die EU umgehend. Die neue Migrationsstrategie, offiziell "Kontrolle zurückgewinnen, Sicherheit gewährleisten. Eine umfassende und verantwortungsvolle Migrationsstrategie für Polen 2025-2030", wurde am 15. Oktober im Ministerrat diskutiert und angenommen. Die wichtigsten Punkte umfassen die Möglichkeit einer vorübergehenden Aussetzung des Asylrechts, ein Rückführungsprogramm für Ausländer*innen, deren Aufenthalt in Polen als ungerechtfertigt oder unerwünscht gilt, einen "Staatsbürgerschaftstest" und verpflichtende Integrationsprogramme als Voraussetzung für den Erwerb der Staatsbürgerschaft oder des Daueraufenthaltsrechts. Die Entscheidung der Regierung ist jedoch nur der erste Schritt. Es sind noch Gesetzes- und Verordnungsänderungen erforderlich.
Am 13. Oktober 2024 wurde auf dem Campus-Gelände der Jagiellonen-Universität offiziell das neue Sport- und Freizeitzentrum eröffnet. Diese moderne Anlage ist Teil der erweiterten Infrastruktur und soll die Universität zu einem Ort machen, der die Gemeinschaft fördert und die körperliche Gesundheit stärkt. Das Zentrum wurde speziell geschaffen, um Studierenden, Mitarbeitenden und Doktorand*innen der Universität einen aktiven Lebensstil zu ermöglichen. Der neue Sportkomplex umfasst Fußball-, Rugby- und Beachvolleyballplätze, Tennisplätze, ein Fitnessstudio, einen Konferenzraum sowie Laufstrecken und Tribünen für Zuschauer*innen. Die Investition hat über 7,67 Millionen Euro gekostet.
Die Stadt Krakau organisiert einen mehrtägigen Aufenthalt für junge Menschen aus den Städten und Gemeinden Niederschlesiens, die am stärksten von den jüngsten Überschwemmungen betroffen sind. Durch den Besuch in Krakau können die Schüler*innen für einen Moment die dramatischen Ereignisse vergessen, bei denen sie die zerstörerische Kraft der Natur erlebt haben. An der Initiative sind verschiedene städtische Einrichtungen beteiligt. Die Einladung und Organisation des Aufenthalts ist eine Geste der Solidarität Krakaus gegenüber den Gemeinden, die durch die Überschwemmungen schwer getroffen wurden. Städtische Einrichtungen wie Museen, Schulen, Wohnheime sowie die Krakauer Kommunalholding (KHK) haben sich zusammengeschlossen, um den Aufenthalt möglichst attraktiv zu gestalten. Das Programm umfasst Aktivitäten in den Bereichen Bildung, Erholung und Unterhaltung.
Das fünfte Gleichstellungsfestival findet am 19. Oktober 2024 in Krakau statt. Die Jubiläumsausgabe des Festivals widmet sich Themen wie Freiheit, Gleichheit, Minderheiten, Multikulturalismus und dem Kampf gegen Ausgrenzung im Alltag und in der Sprache. Ziel ist es, Inklusion, respektvolle Kommunikation, Zusammenarbeit und das Engagement für echte Gleichstellung von Frauen und Männern zu fördern. Das Programm bietet Podiumsdiskussionen zur Geschlechtergleichstellung, Workshops zu Chauvinismus, Hassrede und Geschlechterstereotypen, sowie die Vorstellung bewährter Ansätze zur Stärkung bürgerlicher, demokratischer und gemeinschaftlicher Werte. Außerdem wird die Bedeutung der Menschenrechte thematisiert, um das Bewusstsein dafür zu sensibilisieren.
Die Krakauer Jesuiten planen Investitionen und Umgestaltungen auf ihrem Gelände in der Kopernika-Straße im ehemaligen Spitalviertel Wesoła und wollen sich gleichzeitig an der Revitalisierung des Viertels beteiligen. Sie haben einen Entwurf für ein modernes Universitätsgebäude sowie eine Idee zur Umgestaltung des Untergeschosses der Basilika und des Platzes davor entwickelt. Sie betonen, dass sie mit ihren Mitteln den Aufbau eines kreativen Stadtviertels fördern wollen, da es kein Spitalviertel mehr ist. Das geplante Universitätsgebäude, das ein Auditorium für 250 Personen umfasst, soll architektonisch einen Mehrwert für die Entwicklung des Wesoła-Viertels bieten und sich harmonisch in die Umgebung einfügen. Die Jesuiten arbeiten dabei eng mit den Anwohner*innen an der Gestaltung des neuen Viertels zusammen. In der Vergangenen Woche haben ihre Vertreter*innen an einem Workshop teilgenommen, bei dem es um die mögliche Nutzung eines der ehemaligen Spitalgebäude für sogenanntes Co-Living, also gemeinschaftliches Wohnen, ging.
Der bisher vom Bahnverkehr am wenigsten angeschlossene nördliche Teil Krakaus wird noch heuer durch drei neue Bahnhaltestellen besser angebunden. Die Haltestelle Krakau-Kościelniki, die über einen großen Park-and-Ride-Parkplatz verfügen wird, soll als Umsteigepunkt für die Einwohner*innen der östlich von Krakau gelegenen Gemeinden dienen, während die Haltestelle Krakau-Przylasek Rusiecki, die an einen Erholungssee angrenzt, insbesondere in der Sommersaison viele Fahrgäst*innen anziehen dürfte. Zudem wird es eine vierte Linie der schnellen Vorortsbahn vom Hauptbahnhof über den Bezirk Nowa Huta bis zum Dorf Podłęże geben.
Am 1. Juli 2020 sind in Krakau neue Regeln für Außenwerbung in Kraft getreten. Der entsprechende Krakauer Landschaftsbeschluss, der Vorschriften für die Platzierung von Werbung in der Stadt vorsieht, hat im Oktober 2024 wiederum den ersten Platz im Wettbewerb um den Polnischen Landschaftspreis gewonnen. Diese Vorschriften haben unter anderem bestimmt, wie und wo Werbemasten, Werbetafeln, großformatige Anzeigen sowie Zäune in Wohngebieten aufgestellt werden dürfen. Es hat eine Übergangsfrist bis zum 30. Juni 2022 gegeben, während der noch bisherige Regelungen gegolten haben. Nach dieser Frist haben die Behörden in 2.853 Fällen die Entfernung illegaler Werbungen gefordert und 125 Bußgeldverfahren eingeleitet. Aufgrund dieses Vorgehens nimmt Krakau nun am Wettbewerb um den Landschaftspreis des Europarats teil.
Die Montanuniversität (AGH) in Krakau eröffnet am 11. Oktober 2024 das Zentrum für Weltraumtechnologie (CTK). Zudem hat der Rektor der Universität angekündigt , dass in Zukunft eine Fakultät für Weltraumtechnologie eingerichtet werden soll. Eines der spektakulärsten Labore soll ein Habitat werden, also eine Simulationsanlage für Weltraummissionen, das dem Inneren der Internationalen Raumstation ähnelt. Es soll Platz für Forschungsarbeiten bieten, aber auch Raum zum Schlafen und für den Alltag, einschließlich Kücheneinrichtungen, sanitären Anlagen und einem Gymnastikraum. Hier sollen zukünftige Astronaut*innen trainieren und Technologien getestet werden, die im Weltraum eingesetzt werden können.
Auf dem ehemaligen Industriegelände im Krakauer Stadtteil Nowa Huta wird ein Recyclingzentrum für kommunale Abfälle errichtet. Am 30. September wurde ein Teil davon, die Kunststoff-Recyclinganlage, eröffnet, womit die erste Phase dieser Investition abgeschlossen ist. An der Eröffnung nahm unter anderem der Krakauer Bürgermeister Aleksander Miszalski (PO – Bürgerplattform) teil. Der Bau des Recyclingzentrums für kommunale Abfälle in Krakau ist ein wichtiger Schritt zur Umsetzung der Kreislaufwirtschaft. Im Rahmen der geplanten Maßnahmen wird ein Komplex aus modernen, vollautomatischen Abfallverarbeitungsanlagen entstehen. Diese Anlagen werden mit innovativen Technologien sowie den neuesten Entwicklungen in der Automatisierung und Robotik arbeiten. Zunächst wurde die Kunststoff-Recyclinganlage errichtet, zusammen mit einer Lagerhalle, einem Sozialgebäude, einem Verwaltungs- und Bürogebäude sowie der erforderlichen technischen Infrastruktur. Die Gesamtkosten für den Bau des Kunststoff-Recyclingzentrums belaufen sich auf 57 Millionen Euro.
Zu Beginn seiner Amtszeit im Mai 2024 ordnete Krakaus Bürgermeister Aleksander Miszalski (PO – Bürgerplattform) eine Überprüfung des Krakauer Magistrats und der ihm unterstellten Dienststellen an. Dabei sollten Fragen zum Zustand der Finanzen, zu möglichen Überschneidungen und Doppelzuständigkeiten zwischen den Referaten des Amtes, zur Korrektheit der Aufsicht über die städtischen Unternehmen und Referate sowie zu Gleichstellungs- und Anti-Mobbing-Maßnahmen geklärt werden. Nach viermonatigen Analysen und Prüfungen kündigte Miszalski eine Reform der Verwaltungsstruktur an. Der Bürgermeister plant nun, einen Sparplan umzusetzen. Dieser sieht unter anderem vor, die Abteilungen neu zu organisieren und sieben Referate zu schaffen, in denen die derzeit zersplitterten Aufgaben gebündelt werden. Die Reform der Verwaltungsstruktur soll drei Monate dauern.
Im Herbst 2024 feiert das Nationalmuseum Krakau sein 145-jähriges Bestehen. Mit mehr als 1,6 Millionen Besucher*innen im Jahr 2023 und über einer Million Exponaten, die von der Antike bis zur Gegenwart reichen, bleibt es das größte Museum Polens. Das Museum umfasst zwölf Zweigstellen, in denen zwanzig Dauerausstellungen sowie wechselnde Sonderausstellungen gezeigt werden. Gegründet am 7. Oktober 1879, war es bis zum Ende des Ersten Weltkriegs das einzige öffentlich zugängliche Museum in Polen.
Die sechste Ausgabe der Nacht der Buchhandlungen, während
der bis zu 200 Veranstaltungen in 180 Buchhandlungen im ganzen Land stattfinden,
findet heuer am 4. Oktober statt. Auf dem Programm stehen Lesemarathons mit
Gedichten, Treffen mit Autor*innen, Musik-, Kunst- und Literaturworkshops sowie
Spaziergänge auf den Spuren von Schriftsteller*innen, Wettbewerbe und Messen.
22 Buchhandlungen und Antiquariate aus Krakau beteiligen sich an der Aktion.
Die Nacht der Buchhandlungen findet unter der Schirmherrschaft des
Bürgermeisters von Krakau statt. Bei dem Event geht es vor allem um
Begegnungen: zum einen mit Buchhändler*innen, die Bücher empfehlen, aber auch
mit Buchschaffenden, darunter Schriftsteller*innen, Romanautor*innen, Übersetzer*innen,
Illustrator*innen und Zeichner*innen. Bei der diesjährigen Ausgabe der Nacht
der Buchhandlungen liegt ein starker Fokus auf dem polnischen
Literaturnobelpreisträger Czesław Miłosz.
Am 1. Oktober 2024 hat das 661. akademische Jahr an
der ältesten Universität Polens, der Jagiellonen-Universität in Krakau,
begonnen. Zur Eröffnung zog ein Festzug durch die Straßen des Krakauer
Zentrums. Dies ist die einzige Gelegenheit im Jahr, Professor*innen und
Vertreter*innen der Jagiellonen-Universität in traditioneller akademischer
Bekleidung im öffentlichen Raum zu sehen. Jede der sechzehn Fakultäten der
Universität war vertreten und alle Professor*innen trugen eine
Toga, deren Farbe die jeweilige Fakultät symbolisiert. Die älteste Universität
Polens hat viele Investitionen geplant, allerdings fehlen die Mittel. Dies gilt unter anderem für den Campus des Collegium Medicum im
Stadtteil Prokocim. Hier fehlen der Universität mehr als 58 Millionen Euro für
das im letzten Jahr begonnene Bauprojekt, sodass sie auf staatliche
Unterstützung angewiesen ist.
Am 26. September haben die Geschäftsführerin der Stadtentwicklungsagentur, Katarzyna Olesiak, und die Direktorin des Krakauer Festivalbüros, Karolina Pietyra, in der Design-Apotheke im Herzen des Wesoła-Viertels eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit zwischen den beiden städtischen Einrichtungen unterzeichnet. Beide Institutionen setzen sich stark für das Wesoła-Viertel ein, das als ehemaliges Spitalviertel revitalisiert werden soll. Die Unterzeichnung dieser Vereinbarung ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg, das Wesoła-Viertel in ein Zentrum für Kreativität, Kultur und Innovation umzugestalten. Dabei soll das Gebiet nachhaltig entwickelt werden, der historische Charakter respektiert und gleichzeitig sollen moderne Lösungen eingeführt werden. Das unterzeichnete Dokument sieht vor, die kulturelle Entwicklung des Stadtteils gemeinsam zu fördern und umzusetzen, wobei der Schwerpunkt auf einer umweltfreundlichen und nachhaltigen Entwicklung liegt. Besonders wichtig ist beiden Parteien der Aufbau und die Stärkung lokaler Gemeinschaftsbeziehungen.
Nach sechs Jahren Arbeit an der Umgestaltung und an den konservatorischen Anforderungen hat der Investmentfonds Zeitgeist die Genehmigung für die Sanierung des Hauptpostgebäudes in Krakau erhalten. Dort soll ein Luxushotel mit einem öffentlich zugänglichen Bereich entstehen. Das Gebäude, das Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurde, liegt in der Krakauer Altstadt. Dabei sollen auch Begegnungen zwischen Architektur und Kunst gefördert werden, wobei die Stadt dies unterstützen soll. "Ich beglückwünsche die Idee und drücke die Daumen, dass dies alles umgesetzt wird," sagte der stellvertretende Bürgermeister von Krakau, Stanisław Mazur (parteilos), bei der offiziellen Projektpräsentation.
Die Krakauer Taucherclubs organisierten am 22. September 2024 bereits zum zweiten Mal eine Reinigungsaktion beim Zakrzówek-Stausee. Heuer bargen die Teilnehmer*innen der Aktion 100 Säcke Müll aus dem Wasser. Im Vergleich zum Vorjahr gebe es keine Unterschiede bei der Abfallmenge, so die Organisator*innen. Die Taucher*innen hätten aus dem Zakrzówek-Stausee unter anderem Plastik- und Glasflaschen, elektronische Geräte, Reifen, aber auch eine Uhr, ein Sofa und sechs Einkaufswagen gefischt. Wie die Organisator*innen der Aktion betonen, besteht die Aufgabe der Tauchclubs unter anderem darin, das Bewusstsein für den Umweltschutz zu schärfen – nicht nur bei den Besucher*innen von Zakrzówek, sondern auch bei jenen, die Ausflüge in die Berge oder Wälder machen.
Der polnische Premierminister Donald Tusk (PO – Bürgerplattform) hatte kürzlich die am stärksten von dem Hochwasser betroffenen Regionen aufgefordert, Schätzungen für die entstandenen Schäden vorzulegen. Im Zuge einer Pressekonferenz gab Tusk in der Folge bekannt, dass Polen Milliarden von Euro mobilisieren müsse. Die Schäden in Niederschlesien würden sich auf annähernd 937,6 Millionen Euro belaufen. Insgesamt sei in rund 750 Städten und Gemeinden der Naturkatastrophenzustand ausgerufen worden. Von den Überschwemmungen seien 57.000 Menschen betroffen gewesen, 6.543 Personen evakuiert worden sowie 11.500 Wohnhäuser, 6.000 Nebengebäude und 724 öffentliche Einrichtungen vom Wasser überflutet. Das Finanzministerium gab in diesem Zusammenhang bekannt, aktuell 468,8 Millionen Euro für die Bewältigung der Folgen der Naturkatastrophe gesichert zu haben. Ferner sei der Staat auch bereit, die finanzielle Unterstützung durch Kredite in Höhe von zwischen 2,3 und 4,7 Millionen Euro zu erhöhen.
Auf dem Krakauer Friedhof Podgórki Tynieckie wurde die erste ökologische Grabstätte Polens angelegt, die über eine Fläche von 133 Quadratmetern für 135 "Öko-Gräber" verfügt. Bei Bedarf soll die Fläche erweitert werden. In die ökologischen Grabstätten dürfen nur biologisch abbaubare Urnen aus natürlichen Materialien wie Holz oder Weide beigesetzt werden. Die Grabstätte selbst wird mit einem Gedenkstein oder einer Holztafel gekennzeichnet. Zum Gedenken an die Verstorbenen dürfen weder Beton- noch Stahlelemente verwendet werden. Erlaubt sind nur natürliche Blumen und das Aufstellen von biologisch abbaubaren Kerzen. Die Idee zur ökologischen Grabstätte stammt vom derzeit amtierenden stellvertretenden Bürgermeister Łukasz Sęk (PO – Bürgerplattform).
Am 16. September stellte der Krakauer Bürgermeister Aleksander Miszalski (PO – Bürgerplattform) erstmals die 17 Mitglieder des wissenschaftlich-technischen Rates für den Bau der U-Bahn vor. Dieser soll eine Schlüsselrolle bei der Beschlussfassung während der Planung und der Errichtung spielen. Die ernannten Mitglieder des Rates sind Expert*innen und Mitglieder angesehener wissenschaftlicher und beratender Gremien, die sich seit Jahren mit U-Bahnbau beschäftigen. Seine Aufgabe wird sein, Stellungnahmen zu Fragen der Vorbereitung, des Baus und des Betriebs der U-Bahn abzugeben sowie Studien und Gutachten zu erstellen, die für die Errichtung und den Betrieb relevant sind. Der gemeinnützige Rat soll vierteljährlich zusammenkommen, die Aufgabenteams alle zwei bis drei Wochen – bei Bedarf sogar noch häufiger. Professor Andrzej Szarata, Rektor der Technischen Universität Krakau und Vorsitzender des Rates, betonte, dass jedes Mitglied für einen anderen Aspekt des U-Bahnbaus zuständig sein werde.
Die "Kleine Göttliche Komödie" präsentiert als jüngere Version des Theaterfestivals "Göttliche Komödie" die besten Aufführungen für Kinder, Jugendliche und Familien in ganz Polen. 2024 findet das Kinderfestival vom 24. bis 29. September statt und soll Einblick in die wandelnden Trends in der polnischen Theaterlandschaft für junges Publikum bieten. Die Aufführungen finden vor allem nachmittags und an den Wochenenden statt und bei der diesjährigen Ausgabe soll es dreizehn Aufführungen von zwölf Theatern geben. Begleitet wird das Theaterfestival von zahlreichen Workshops und zwei Diskussionsrunden. Am Ende wird eine Jury, die sich aus etwa einem Dutzend Personen mit Interesse für Theater und die Erziehung junger Menschen zusammensetzt, einen Preis für die beste Aufführung verleihen.
Die erste Stadt in Polen die beschloss die
Arbeitszeiten der Beamt*innen zu verkürzen, ist Leszno: Die Beamt*innen
arbeiten seit dem 1. Juli 2024 eine Stunde kürzer, wobei das Gehalt
und der Jahresurlaub beibehalten werden. Ab 1. September 2024 wird diese Lösung auch in der Stadt
Włocławek eingeführt. Ab dem 1. Oktober 2024 werden auch alle dem Magistrat
unterstellten Dienststellen und schließlich auch die städtischen Unternehmen mit
einer 35-Stunden-Woche arbeiten. Dank der Arbeitszeitverkürzung soll die
Effizienz der Beamt*innen steigen, so die Bürgermeister der beiden Städte.