KI-gestützte Videoüberwachung startet am Kottbusser Tor in Berlin

29.10.2026

Ab Anfang November setzt die Berliner Polizei am Kottbusser Tor eine KI-gestützte Videoüberwachung ein. 30 Kameras an 15 Standorten sollen insbesondere Schlägereien, körperliche Auseinandersetzungen und hilflose Personen erkennen. Bei auffälligen Bewegungsmustern erhalten die Einsatzkräfte auf der Polizeiwache ein akustisches Signal und können die Situation anhand der Live-Bilder beurteilen. Die Aufnahmen werden nach 30 Tagen gelöscht, sofern sie nicht als Beweismittel benötigt werden. Der Einsatz ist umstritten: Die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke haben Klage gegen die rechtlichen Grundlagen der Überwachung beim Berliner Verfassungsgericht eingereicht. Innensenatorin Iris Spranger (SPD) verteidigt das Vorhaben und kündigte an, die Technik perspektivisch auch an der Warschauer Brücke, am Alexanderplatz und im Görlitzer Park einsetzen zu wollen.

Quelle: Die Zeit, Hamburg