Historische Gebäude und Wiener Architektur nach Erdbebenschäden in Zagreb saniert

6.9.2026

Rund 15 bedeutende historische Gebäude im Zagreber Zentrum wurden nach den schweren Erdbebenschäden der vergangenen Jahre umfassend saniert. Einige Projekte sind abgeschlossen, andere befinden sich in der Schlussphase. Dafür wurden mehr als 300 Millionen Euro investiert, vor allem aus EU-Mitteln, dem kroatischen Staatshaushalt und dem Nationalen Aufbau- und Resilienzplan. Abgeschlossen sind unter anderem der Kunstpavillon, die ehemalige Rudolf-Kaserne, der Drašković-Palast, die Fakultät für Chemieingenieurwesen und -technologie sowie die Außenfassade der Polizeidirektion Zagreb. Beim Museum Mimara ist die bauliche Sanierung abgeschlossen, wobei die Innenausstattung und Dauerausstellung noch folgen. In der Schlussphase befinden sich die Kroatische Akademie für Wissenschaft und Kunst am Zrinjevac, das ehemalige Staatsarchiv und das historische Gebäude, in dem sich früher das Café Corso befand. Beim Museum für Kunst und Gewerbe laufen noch Innenarbeiten, die Eröffnung wird für 2027 erwartet. Noch restauriert wird ein Gebäude für ein künftiges Kunstmuseum. Unter den sanierten Gebäuden sind auch Werke Wiener Architekten, die Zagrebs historisches Stadtbild prägten: Die Kroatische Akademie für Wissenschaft und Kunst wurde von Friedrich von Schmidt entworfen, die ehemalige Rudolf-Kaserne von Franz von Gruber und Carl Wölckner. Den Kunstpavillon gestaltete das -Büro Fellner & Helmer für Zagreb um.

Quelle: Jutarnji list, Zagreb