Autowracks in Prag warnen vor riskantem Verhalten am Steuer
2.10.2026
Mit auffällig platzierten Autowracks macht eine neue Präventionskampagne in Prag auf riskantes Verhalten im Straßenverkehr aufmerksam. Die Installationen am Jiří-z-Poděbrad-Platz, am Republikplatz, vor dem Nationalmuseum und in der Straße Na Příkopě zeigen die möglichen Folgen von Ablenkung durch Mobiltelefone, zu geringem Sicherheitsabstand, überhöhter Geschwindigkeit oder kurzer Unaufmerksamkeit. Hinter der Aktion steht der Tschechische Versicherungsverband mit der Kampagne "Normales Fahren tötet". Grundlage ist unter anderem eine Befragung von 1.017 tschechischen Autofahrer*innen. 55 Prozent gaben an, gelegentlich Verkehrsregeln zu missachten, weil sie sich der Situation gewachsen fühlen. 46 Prozent lesen während der Fahrt zumindest manchmal Nachrichten auf dem Handy und 39 Prozent überschreiten Tempolimits, wenn andere Verkehrsteilnehmer*innen schneller fahren. Die Unfallzahlen unterstreichen nach Ansicht der Initiator*innen den Handlungsbedarf: In den ersten acht Monaten 2026 kamen auf tschechischen Straßen 278 Menschen ums Leben, 13 mehr als im Vorjahreszeitraum. Während der Sommerferien wurden 100 Verkehrstote registriert, so viele wie seit 2021 nicht mehr. Ergänzt wird die Kampagne durch den Dokumentarfilm "Eine Sekunde" von Vít Klusák, der die langfristigen Folgen schwerer Verkehrsunfälle anhand realer Schicksale zeigt.